Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 55] Spuren aus der Vergangenheit

Hi!
Wie läufts bei dir so? Gibt’s gerade ein persönliches Tief bei dir? Oder fühlst du dich so richtig „sauwohl“?
Ich habe in der letzten Zeit fest gestellt, dass viele Dinge, die ich heute tue, viele Gefühle, die ich heute habe und viele Stimmungsschwankungen ihre Wurzeln in meiner Kinder- und Jugendzeit haben.
Es ist eine spannende Entdeckungsreise in die Vergangenheit – aber lies selbst …

Dir noch eine gesegnete Woche – mit dem Gott der schon seit deiner Geburt etwas mit dir vorhat!

Dein
Stephan

1. Ein Wort zum Nachdenken

Gott hat etwas aus uns gemacht: Wir sind sein Werk, durch Jesus Christus geschaffen, um das zu tun, was Gott schon immer mit uns vorhatte. (Eph. 2:10)

2. Spuren aus der Vergangenheit

Momentan beschäftige ich mich mit meiner Vergangenheit, mit meiner Kinder- und Jugendzeit. Wie ich aufgewachsen bin, was für eine Prägung ich mitbekommen habe von meinen Eltern, von meiner Familie.
An was für Begebenheiten erinnere ich mich total gerne und welche Augenblicke würde ich am liebsten aus meinem Gedächtnis löschen? Wo habe ich viel Gutes mitbekommen und geniale Vorbilder gehabt – und wo habe ich meine Defizite, die ich aus dieser Zeit mit mir herum trage?

Es ist eine spannende Reise, die ich gerade durch mein Leben mache – und ich merke: Ich bin erst ganz am Anfang …

Ich bin in einem gut-christlichen Elternhaus aufgewachsen. Abendandacht, Tischgebet, Mitarbeit in der Gemeinde waren obligatorisch bei uns. Das Leben in der Familie war gekennzeichnet von klaren Vorgaben. „Dieses und jenes ist gut bzw. nicht gut für dich und bei uns machen wir das so und so!“
Manches war gerechtfertigt – aber manches sicher nicht. Vor der bösen „Welt“ wollten uns unsere Eltern schützen. Sie haben es sicher gut gemeint – aber manchmal wirklich zu gut.

Diese Prägung aus dem Elternhaus zieht sich durch mein ganzes Leben hindurch. Bis heute.
Dass meine Mutter seit Jahrzehnten täglich für mich betet – das ist ein Segen und ein Vorbild, der für mich unglaublich wertvoll ist. Aber dass manche Dinge damals einfach verboten wurden und Gefühle oft unterdrückt wurden – auch das hat bis heute seine Auswirkungen.
Positive wie negative Erfahrungen und Zusammenhänge von damals finde ich plötzlich in meinem Alltag wieder.

Stück für Stück versuche ich zu begreifen, wer ich bin:

    • welche guten Gaben und Fähigkeiten ich von zuhause mitbekommen habe.
    • welche Defizite, Ängste und Vermeidungen ich von früher mitschleppe
    • an welcher Stelle die Wurzel für diese guten und nicht so guten Eigenarten liegen

Und ich lerne mehr und mehr zu verstehen, dass Gott in mein Leben ganz bewusst Dinge hineingelegt hat – angenehme und unangenehme. Segen und Schuld. Gutes und Schlechtes.
Warum?
Weil er etwas mit mir vorhat. Er hat eine Vision für mein Leben. Er will, dass ich vergeben lerne, dass ich Geduld lerne, dass ich meine Begabungen und Begrenzungen annehmen lerne, und ich bin erst am Anfang …
Eine Frage persönlich an dich:
Wie geht es dir mit deiner Vergangenheit?
Hast du dich damit schon öfters befasst?
Wenn nicht, dann such dir einen Menschen, mit dem du reden kannst (Pastor, Prediger, Seelsorger, Mentor). Kompetente Ansprechpartner findest du auch unter www.jugendleiternetz.de/?i=seelsorgenetz.
Trau dich an deine Vergangenheit – ich mach dir Mut – es lohnt sich!

3. Aus der Praxis für die Praxis

Hier ein Tipp von Rainer Hogh (Jugendprediger) aus Nürnberg:
Man kann sich hier eine Lutherbibel und die täglichen Losungen auf Handy runterladen. D.h. man hat sie ohne immer dazu ins Internet gehen zu müssen! Geht über Bluetooth oder Kabel. Ist mal was vernünftiges – ich meine anstatt von irgendwelchen Gewaltvideos!
Und klappt sogar relativ gut. Bei den Losungen die Java-Version runterladen – das hat zumindest bei meinem 700i gut geklappt!
* Handybibel
http://www.multikoop.de/blog/index.php?entry=entry050810-173856
* Losungen
http://www.losung.de/de/index.htm

4. Echt witzig

Der Chef fragt den Angestellten: „Glauben Sie an ein Leben nach dem Tod?“
Dieser antwortet verdutzt: „Ja…“
Chef: „Das erklärt alles…. Kurz nachdem Sie gestern zur Beerdigung Ihres Vaters gegangen waren, ist er gekommen und hat nach Ihnen gefragt!“

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