Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 70] Ein heikles Thema (2)

Hallo!
Jede Idee muss in Bewegung bleiben, muss sich immer ein Stück weiter entwickeln, damit sie am Puls der Zeit bleibt.
Wir vom kleinen Jugendleiternetz-Team würden gerne in Zukunft die Jugendleitermail als MP3 bzw. Podcast ins Netz stellen. Dazu brauchen wir aber jemanden, der an dem Tag, an dem die JLM geschrieben wird (Mittwochs) den Text aufnimmt, am besten mit ein bisschen Musik unterlegt und dann unter www.jugendleiternetz.de einstellt. Wer Interesse hat, kann mir gerne eine Demo-MP3 mit einer der letzten JLMs zuschicken.
Bin schon gespannt …

Ich wünsch dir ein gesegnete Woche – dass der Heilige Geist dich leitet in allem, was du tust
Dein
Stephan

1. Ein Wort zum Nachdenken

Wenn wir aber unsere Sünden bereuen und sie bekennen, dann dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott seine Zusage treu und gerecht erfüllt: Er wird unsere Sünden vergeben und uns von allem Bösen reinigen. (1. Joh1,9)

2. Ein heikles Thema (2)

Nach der letzten JLM bin ich noch mal intensiv ins Nachdenken gekommen. Wie gehen wir damit um, wenn Bilder, Gedanken und Mächte unser Leben bestimmen? Und das sind nicht nur die Bilder aus dem Internet.

    • Das kann auch das Essen sein, das ich in mich hineinstopfe.
    • Das kann auch der Alkohol sein, von dem ich nicht lassen kann
    • Das kann auch das Geld oder die gute Leistung sein, der du alles opferst
    • Das kann auch eine Internet-Chat-Sucht sein

Alles, was du nicht aufhören kannst, selbst wenn du es wolltest – das ist eine Sucht.
Und wir brauchen uns da gar nichts vormachen: Jeder – auch du und ich – sind an irgendeiner Stelle gefährdet oder vielleicht schon mittendrin.

Jesus sagt ganz deutlich: Gebt nur Gott und seiner Sache den ersten Platz in eurem Leben! (Matth. 6,33). Es soll nichts in unserem Leben da sein, was uns wichtiger ist als Gott. Es soll uns nichts beherrschen oder bestimmen – sondern allein Gott.

Gott will, dass du dein Leben frei, fröhlich und ehrlich vor ihm führst. Er will das Beste für dich. Er will nicht, dass du gebunden bist von Mächten, von Bildern, von Dingen, von der Macht des Bösen. Und deshalb nahm er die Ess-Sucht, den Alkohol, die Sex-Bilder – all das nahm er auf sich und hat sich selbst brutal ans Kreuz nageln lassen. Er verblutete und erstickte – damit du frei werden kannst von diesen Zwängen und Süchten in deinem Leben.

Es gibt unzählige Christen, die in Süchten gefangen sind – und dadurch in ihrem Dienst für Gott gehindert werden. Scham, Schuldgefühle, Anklagen bestimmen ihre Gebete. In der Vorbereitung für die nächste Bibelarbeit oder Andacht fragen sie sich: „Wie kann ich denn den Zuhörern von Gottes Vergebung erzählen, wenn ich selbst nicht rein bin?“

Im 1. Johannesbrief steht: „Wenn wir aber unsere Sünden bereuen und sie bekennen, dann dürfen wir darauf vertrauen, daß Gott seine Zusage treu und gerecht erfüllt: Er wird unsere Sünden vergeben und uns von allem Bösen reinigen.“
Das gilt. Immer wieder neu. Auch wenn du zum 10. oder zum 100. Mal gefallen bist – diese Zusage gilt. Jesu Tod am Kreuz reicht aus – auch für deine Schuld.

Und wer aus dieser Vergebung lebt, der darf auch froh und frei von der Gnade Gottes erzählen. Der kann Bibelarbeiten und Andachten halten in dem Wissen: Ich bin ein von Gott geliebter Sünder.

Aber Gott will, dass du wirklich frei wirst von dem, was dich bindet. Eine 18-jährige Studentin erlebte das, wie sie mit Gottes Hilfe frei wurde von ihrer Sucht, weil sie wirklich raus wollte. Du kannst ihren Bericht nachlesen unter http://www.porno-frei.ch/erlebt/suechtig-nach-pornographie.php (übrigens ne echt gute christliche Homepage zu unserem Thema).

Fragen persönlich für dich:
Wo sind Dinge in deinem Leben, die dich „gebunden“ haben?
Wäre es vielleicht an der Zeit, mal mit einem Fachmann darüber zu reden?
Seelsorge-Ansprechpartner findest du unter http://www.jugendleiternetz.de/?i=seelsorgenetz.
Ich möchte dir Mut machen, wirklich die dunklen Stellen in deinem Leben anzugehen.

3. Aus der Praxis für die Praxis

Heute unter dieser Rubrik ein Klassiker unter den Websites für Jugendarbeit – einfach das Beste, was es momentan gibt – man kann nicht oft genug darauf hinweisen: www.praxis-jugendarbeit.de
Hier findest du Spiele, kurze Andachten, Andachten mit Gegenständen und vieles mehr.

Wer hat Witze oder Praxistipps – bitte schreib an: s.muench@ec-bayern.de oder j.werth@ec-bayern.de

4. Echt witzig

Hier eine kleine Anekdote, die mir Benjamin Wenzel aus Kassel geschickt hat:
Ein junger, begabter Bauchredner tritt in Abendlokalen auf. Eines Nachts zeigt er seine Kunst im Gasthaussaal eines kleinen Ortes auf dem Lande. Mit seiner Rednerpuppe auf dem Knie, bringt er sein gewohntes Repertoire an Blondinen-Witzen.
Einer jungen, hübschen Blondine, in der vierten Reihe wird das nach einer kurzen Weile zu bunt. Sie steht auf und protestiert lautstark: „Ich habe nun genug von ihren blödsinnigen Blondinenwitzen gehört. Wie können sie es wagen, alle Blondinen in diese stereotype Dümmlichkeitsmaske hineinzwängen zu wollen?! Was hat die Farbe des Haares mit dem Wert einer Person als menschliches Wesen zu tun? Es sind Kerle wie Sie, die verhindern, dass Frauen wie ich im Arbeitsumfeld und Gemeinwesen respektiert werden und somit nicht das volle Potential der möglichen persönlichen Entwicklung erlangen. Sie und Ihresgleichen verewigen die Diskriminierung nicht nur der blonden, sondern aller Frauen generell und das noch dazu unter dem Deckmantel des Humors!“
Dem Bauchredner ist die Szene ungemein peinlich.. Er beginnt sich zu entschuldigen, aber die Blonde schreit ihn an: „Sie halten sich da raus! Ich spreche mit dem Deppen, der da auf Ihrem Knie sitzt!“

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