Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 83] Der Apfelkern

Hi, 
wie geht’s dir so in der Herbstzeit?
Die Zeit der Nebelschwaden und länger werdenden Nächte ist nicht jedermanns Sache.
Aber ich hoffe, dass die JLM so ein Lichtstrahl ist, der das Grau des Alltags durchbricht.

Ich wünsche dir einen gesegneten Tag – dass ein Sonnenstrahl aus der Ewigkeit in dein Leben fällt.
Gott mit dir!
Dein
Stephan

P.S. Wir haben seit ein paar Tagen auf der Homepage www.jugendleiternetz.de einen Newsticker – wenn du ein Spiel oder ne Andacht reinstellst wird es auf der Frontseite sichtbar – toll ne 😉 und auch die Front ist übersichtlicher geworden. Klick dich mal rein – und stell deine neuesten Ideen ins Netz.

1. Ein Wort zur Ermutigung

Die Jünger baten Jesus eines Tages: «Herr, wie kann unser Glaube groß und fest werden?»
Darauf antwortete er: «Auf einen ‚großen‘ Glauben kommt es gar nicht an. Selbst wenn euer Glaube so winzig wäre wie ein Senfkorn, könntet ihr diesem Maulbeerbaum befehlen: ‚Reiß dich aus der Erde und verpflanze dich ins Meer!‘ – es würde sofort geschehen.»
Lukas 17,5+6

2. Der Apfelkern

Ist das nicht seltsam – aus einem kleinen Kern wächst ein großer Baum?
So ein Kern ist nichts Schönes, kein schöner Anblick, kein tolles Geschenk.
Wenn man den Kern in den Mund steckt und versucht zu essen, dann schmeckt der ziemlich seltsam und unappetitlich. Sicher – er ist wohl gesund, enthält viel Jod – aber ne danke. Da ess ich lieber was anderes.

Aber wisst ihr was – dieser kleine Kern enthält einen ganzen Apfelbaum.
Ja – in diesem kleinen Kern steckt ein ganzer Apfelbaum. Jeder Ast, jeder Apfel, jedes Blatt, jedes Stück Rinde, und sogar ein starker Stamm aus Holz – die Information steckt bereits drin in einem einzigen kleinen Kern.

Wenn Jesus sagt: Das Reich Gottes ist wie ein Senfkorn – dann meint er genau diesen Zusammenhang.

Oft sehen die Umstände unscheinbar aus.
Die Kraft ist klein, der Mut ist auch nicht größer.
Und das Vertrauen auf Gott scheint im täglichen Wahnsinn unterzugehen.

Man hat den Eindruck als würde alles andere größer sein als man selbst.
Alles andere ist so erschreckend und bedrohlich.

Die Finanzen, die manchmal knapp sind.
Die Krankheit, die die ganze Familie belastet
Die Arbeitsstelle, die alles andere als sicher ist

Da kommt einem die Herrschaft Gottes wirklich manchmal vor wie so ein kleiner Kern. Warum sehen wir so wenig davon? Von der Heilung Gottes, von der Versorgung Gottes, von der Bewahrung?
Das Vertrauen auf Gott schrumpft auf die Größe eines Apfelkerns.

Aber wenn du diesen Apfelkern mal genauer betrachtest, wenn du dir überlegst, was da alles drin steckt. Wenn du darüber nachdenkst, welcher geniale Schatz darin verborgen liegt – dann bekommst du auf einmal einen anderen Blick. Es kommt eben viel darauf an, welche Einstellung du hast zu deinem Leben, zu deinem Glauben, zu Gott, zu deiner Gemeinde, zu deiner Familie.

Die Frage ist:
Mit welchen Augen siehst du den Apfelkern an?
Mit welchen Augen siehst du dein Leben, dein Umfeld, deine Umstände an.
Es kommt auf die Einstellung an. Die Einstellung verändert alles.

Wenn du dir von Gott die richtige Einstellung schenken lässt, dann kannst du in einem unscheinbaren Apfel-Kern den Apfelbaum erkennen, der einmal hunderte von Früchten trägt.
Und wenn du bei deinen menschlichen Möglichkeiten bleibst – dann lässt dich diese Einstellung im Apfelkern einen bitteren, kleinen, hässlichen Kern sehen.

Auf die Einstellung kommt es an.
Und ich muss es mir selbst immer wieder sagen: „Ich möchte mir von Gott wirklich eine Einstellung schenken lassen, die göttlich – und nicht nur menschlich ist“

Charles Swindoll – ein Pastor – schreibt sehr treffend:
Je länger ich lebe, desto mehr erkenne ich, welchen enormen Einfluss meine Einstellung auf das Leben hat.
Für mich ist die Einstellung wichtiger als Tatsachen.
Sie ist wichtiger als die Vergangenheit, als Ausbildung, als Geld, als Umstände, als Versagen, als Erfolg, wichtiger als das, was andere Menschen denken, sagen oder tun.
Meine Haltung ist wichtiger als mein Auftreten, mein Gaben oder mein Können.
Sie baut oder zerstört eine Firma, eine Gemeinde, eine Familie.
Das Bemerkenswerte daran ist, dass WIR wählen, welche Einstellung wir einnehmen, jeden Tag neu.
Wir können weder die Vergangenheit ändern noch können wir beeinflussen, wie andere Menschen sich verhalten werden. Das Unveränderbare können wir nicht verändern.
Das Einzige, das wir tun können, ist die Saite zu spielen, die wir haben, unsere Einstellung.
Ich bin überzeugt, dass das Leben aus 10% daraus besteht, was mir geschieht – und 90% daraus, wie ich darauf reagiere.
Und genauso ist es auch mit deinem Leben …
Wir sind verantwortlich für unsere Einstellung

Eine Frage persönlich an dich
An welchen Stellen steht dir deine Einstellung im Weg? Wo ist es dran die Einstellung zu ändern?
Sei ehrlich zu dir selbst – und auch vor Gott. ER kann und will dir helfen, eine göttliche Einstellung zu bekommen.

JLM-Forum
War die JLM wichtig für dich – oder siehst du manches anders als ich? Ins Jugendleitermail-Forum http://www.jugendleiternetz.de/?i=forum-f1 kannst du rein schreiben, was dich bewegt. (Falls du noch nicht im JLN registriert bist – einfach anmelden)

3. Aus der Praxis für die Praxis

Hartmut Herbst aus Mülheim hat einen Linktipp, den man wirklich immer mal wieder nennen kann:
Sein Tipp: www.kalorienbomben.org
Darin enthalten sind Kurzimpulse oder Gruppenarbeiten, die jede Woche neu erscheinen!

4. Echt witzig

„Nun, Fritz“ fragt der Lehrer in der Schule, „hast Du gestern auch eine gute Tat getan, wie ich es euch geraten hatte?“
O ja, das hab ich, Herr Lehrer“, erwidert Fritz strahlend. „Ich habe unseren Hund auf einen Mann gehetzt, der auf dem Weg zum Bahnhof war.“
Was?! Und das nennst du eine gute Tat?“ fragt der Lehrer tadelnd.
„Jawohl, Herr Lehrer“, beteuert Fritz, „auf diese Weise hat er seinen Zug noch erreicht.“

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