Kategorien: Beziehungen

Umgang mit Konflikten: Sichtweisen analysieren

Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Lösen eines Konflikts aus der Selbstcoaching-Perspektive: An einem Konflikt sind immer mindestens zwei Parteien beteiligt. Da du dich beim Selbstcoaching aber nur mit dir selbst beschäftigst, stelle ich dir eine Vorgehensweise vor, wie du für dich allein neue Wahlmöglichkeiten im Umgang mit den Personen gewinnen kannst, mit denen du im Konflikt stehst. Dafür erkundest du heute zunächst einmal drei unterschiedliche Sichtweisen:

1. Deine Sicht:

Was ist aus diesem Blickwinkel deine kühnste Hoffnung für eure Beziehung? Woran würdest du zuerst merken, dass sich deine Hoffnungen erfüllen? Wie wirst du darauf reagieren? Was wirst du dann anders tun? Welche Situationen in der letzten Zeit gingen schon ein klein wenig in diese Richtung? Woran würdest du merken, dass du einen kleinen Schritt weitergekommen bist?

2. Die Sicht des anderen:

Was schätzt er an dir? (Hier sollst du vermuten, was der andere an dir schätzt – dich also aus dessen Perspektive wahrnehmen!) Was ist vermutlich seine kühnste Hoffnung für eure Beziehung? Warum ist ihm das so wichtig? Was denkt er, was deine kühnste Hoffnung ist? Woran würde er bemerken, dass eure Beziehung einen kleinen Schritt besser geworden ist?

3. Die Sicht eines neutralen Beobachters:

Was fällt dem Beobachter auf? Welches Bild kommt ihm in den Sinn? Was gibt ihm Zuversicht und Hoffnung für die Beziehung zwischen dir und der Konfliktpartei? Was würde er euch raten?

Denk mal: Was würde einem weiteren Beobachter an der Sicht des Beobachters auffallen?

Mach mal: Verwende eine Zehnerskala für diesen Konflikt: Was ist dein Ziel auf der Zehn? Wo steht ihr? Wie sähe ein erster kleiner Schritt aus?

Aus: „Selbstcoaching. Überlegt handeln, konsequent umsetzen.“ von Christoph Schalk

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