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Wie bringe ich Jugendliche näher zu Christus?

Wie bringe ich meine Jugendlichen näher zu Christus? Diese Frage sollte die alles antreibende Frage in unserem Dienst an jungen Menschen sein. Paulus selbst hat uns in Philipper 4,9 ein Beispiel hinterlassen, wie das gelingen kann.

Philipper 4,9 „Und handelt nach dem, was ihr von mir gelernt und gehört, und was ihr auch an mir gesehen habt! Dann wird der Gott des Friedens mit euch sein.“ NeÜ

Dieser Vers enthält 3 grundlegende Elemente zur Förderung des geistlichen Wachstums in Jugendlichen: Unterweisen, Predigen, Leben. Das ist es was Paulus Dienst in Philippi auszeichnete. Paulus ermahnt die Philipper das zu tun, was er ihnen erklärt hat und was er ihnen vorgelebt hat. Und wir als Jugendleiter dürfen sein Vorbild nutzen und sein Prinzip in unserer Arbeit einbringen:

1. Unterweisen

(…was ihr von mir gelernt…habt…)

Das Erste Element von Jugendarbeit muss die persönliche Unterweisung von Jugendlichen sein. Der Charakter zielt hierbei auf Wissensvermittlung ab. Es ist wichtig, dass unser Wissen über Gott und Jesus Christus an die Jugendlichen weitergegeben wird. Das hat Jesus mit seinen Jüngern so gemacht, Paulus mit Timotheus und wir sollten das auch mit unseren Jugendlichen machen.

Verschiedene Möglichkeiten dazu sind:

  • Zweierschaft zwischen Jugendleiter und Jugendlichem
  • Grundlagenkurse für Neubekehrte (kleine Gruppen, Zweierschaften, etc)
  • Alters- bzw. Glaubensstandabhängige Themengestaltung (bedingt sinnvoll da schwer einzuschätzen)

2. Predigen

(…was ihr von mir…gehört…habt)

Das Zweite Element, dass Paulus betont, ist die Predigt. In Römer 10,17 sagt Gottes Wort: „So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.“ Luther84

Wenn unsere Predigten aus dem Wort Gottes gegründet sind liegt auf ihnen die Verheißung, dass sie Glauben bewirken. Predigen kommt uns oft so uneffektiv vor, weil wir nicht direkt das Resultat sehen. Und doch ist es das Element, dass Glauben auslöst. Gott selbst hat diese Art und Weise als diejenige bestimmt, die Menschen zum Glauben führt. Das bedeutet auch das Wachstum im Glauben, nicht nur die einmalige Wiedergeburt.

3. Leben

(…was ihr auch an mir gesehen habt)

Der Glaube muss jeden Tag praktisch in die Tat umgesetzt werden – denn alles andere ist nur religiöses Gerede.“ Dieses Zitat, ich weiß leider nicht mehr von wem es stammt, trifft es ziemlich auf den Punkt. Wir können die ersten beiden Elemente tun, wenn aber unser Leben was anderes sagt ist es nutzlos. Klar, Gott ist souverän und kann aus unserem Müll Gutes tun. Aber wir würden auch niemandem Glauben schenken, der das eine redet und das andere tut. Genau deswegen betont das Paulus hier so eindrücklich. Die Philipper sollen sehen, dass er das, was er lehrt, auch selbst lebt. Damit gibt er dem gelehrten Kraft. Er bestätigt damit das Gesagte.

Jugendliche suchen nach Vorbilder. Als Jugendleiter sind wir diejenigen, die unter besonderer Beobachtung stehen. Ob wir es wollen oder nicht, das von uns gesagte wird mit unserem Leben verglichen. Es ist enorm wichtig das zu beachten.

Das Ziel

Paulus schließt hier mit der Verheißung, dass der „Gott des Friedens mit euch sein wird“, wenn wir in dem bleiben was er gelehrt, gepredigt und gelebt hat. Ich möchte uns ermutigen unser Leben und unseren Dienst danach auszurichten, dass andere Menschen, in unserem Fall Jugendliche, durch uns dahin geführt werden, eine tiefere Beziehung mit Gott dem Vater zu haben.

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