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Andacht: Das Evangelium aus den Augen verloren?

Johannes Calvin sagte einmal, dass alle unsere Herzen Götzenfabriken sind. Und damit hatte er vollkommen Recht. Wir suchen täglich nach Dingen die uns Freude, Spaß, Erfüllung und Halt geben. Und wenn wir uns fernab von Gott bedienen, dann sind das unsere Götzen. Gott hat mir gezeigt, dass ich in den letzten Monaten den Fehler gemacht habe, das Evangelium aus den Augen zu verlieren. Und anstatt meine Kraft und Motivation von Jesus zu nehmen, stand ich in der Gefahr mir eine neue Quelle neben dem Evangelium zu suchen.

Wie kann es dazu kommen, dass wir das Evangelium aus den Augen verlieren?

Ich denke dass es sehr einfach ist: Als Christen schauen wir das Evangelium oft nur aus einem bestimmten Blickwinkel an. Wir glauben, dass das Evangelium das Rettungsereignis ist, das in der Vergangenheit stattfand. Und wir sind überzeugt, dass der Glaube an das Evangelium bestimmt, wo wir unsere Zukunft, die Ewigkeit verbringen werden. Ein Ereignis in der Vergangenheit bestimmt, wo wir unsere Zukunft verbringen. Damit meinen wir dann das Evangelium begriffen zu haben.

Doch genau hier tut sich dann die Gefahr auf, dass man sich neben dem Evangelium andere Quellen der Befriedigung für die Gegenwart, das Hier und Heute sucht!

Und ich meine, hier haben wir es mit der größten Gefahr für den christlichen Glauben zu tun. Wenn das Evangelium nicht auch für die Gegenwart das ist, was unsere Herzen erfüllt, werden wir uns Götzen machen. Dann ist es so, wie Jeremia in Kapitel 2,13 sagte: Denn mein Volk tut eine zwiefache Sünde: „Mich, die lebendige Quelle, verlassen sie und machen sich Zisternen, die doch rissig sind und kein Wasser geben.“

Das Evangelium ist nicht nur ein Ereignis in der Vergangenheit für die Zukunft, sondern auch ein Ereignis für jeden einzelnen Tag in meinem Leben. Ein Ereignis von dem ich Kraft und Freude schöpfen kann. Wie kann das Evangelium mir zum Mittelpunkt vor allen selbstgebauten Götzen werden?

 

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