Kategorien: Storys

Team Hoyt – Eine inspirierende Geschichte

„Eine der inspirierendsten Geschichten der letzten Jahre ist die des Hoyt Teams, der sportlichen Partnerschaft von Vater und Sohn Dick und Rick Hoyt aus Massachusetts.

In den letzten 25 Jahren haben die beiden als Team an über 200 Triatlons und 64 Marathons teilgenommen. Im Jahr 1992 radelten und liefen sie in 45 Tagen quer durch die ganze USA. Ein nach jedem Maßstab erstaunlicher Rekord. Was das Hoyt-Team jedoch auf eine ganz andere Ebene hebt, ist die Tatsache, dass Rick Hoyt seit seiner Geburt spastisch querschnittsgelähmt ist, zerebrale Kinderlähmung hat und nicht sprechen kann. Wie diese beiden Männer das erreicht haben, was sie erreicht haben, ist ein großes Vorbild für all diejenigen von uns, die sich wünschen, große Ziele und Träume in ihrem Leben zu verwirklichen.

Bei der Geburt von Rick stellten Dick und Judy Hoyt fest, dass die Nabelschnur um seinen Hals gewickelt war, was die Sauerstoffzufuhr zu seinem Gehirn unterbrochen hatte. Die Ärzte sagten den jungen Eltern, dass Rick sein ganzes Leben lang hochgradig geistig behindert sein würde. Die beiden wollten dies jedoch nicht akzeptieren und entschieden sich, dass ihr Sohn so normal wie möglich aufwachsen sollte. Sie begannen, ihr Familienleben mit dieser Einstellung und bekamen in den folgenden Jahren noch zwei Söhne.

Mit der Zeit fingen Dick und Judy an, Anzeichen dafür zu sehen, dass Rick genauso intelligent war wie seine Brüder. Die Schulbehörden glaubten es nicht und so widersetzten sie sich den Bemühungen der Familie, Rick in das normale öffentliche Schulsystem einzugliedern. Eine Gruppe Ingenieure von der Tufts University lernte Rick kennen. Während sie sich mit ihm beschäftigten, erzählten sie ihm einen Witz, über den er herzhaft lachte. Das brachte die Ingenieure dazu zu glauben, dass Rick Konzepte verstehen und kommunizieren konnte. Sie wurden dadurch inspiriert, einen interaktiven Computer zu entwickeln, den Rick benutzen konnte, um durch Kopfbewegungen Gedanken zu kommunizieren. Nachdem Rick an dem Computer trainiert hatte, wurde es klar, dass er über eine normale Intelligenz verfügte. Mit 13 Jahren wurde Roch an einer öffentlichen Schule zugelassen.

Als Rick 15 war, entstanden Pläne für einen lokalen Benefiz-Lauf zugunsten eines Lacrosse-Spielers aus dem Ort, der durch einen Unfall gelähmt war. Rick wollte teilnehmen, also schob Dick seinen Sohn im Rollstuhl in ihrem ersten Wettlauf. Obwohl sie als Vorletzte im Ziel ankamen, erzählte Rick seinem Vater, dass er sich bei der Teilnahme an einem solchen Lauf nicht länger behindert fühlte, sondern normal. Die Erfahrung war für sie beide so positiv, dass sie anfingen, immer öfter an Wettläufen teilzunehmen. Ihre Zeiten verbesserten sich immer mehr. 1981 beendeten sie ihren ersten Boston-Marathon im obersten Viertel der Läufer.

Rick schloss sein Studium an der Boston University ab und arbeitet jetzt für das Boston College, wo er dabei hilft, Wege zu entwickeln, wie gelähmte Menschen mechanische Hilfsmittel kontrollieren können, so wie durch Augenbewegungen angetriebene elektrische Rollstühle. Und zusätzlich zu seiner weiteren Teilnahme an Wettläufen führt das Team Hoyt im ganzen Land Tourneen durch, bei denen sie motivierende Vorträge halten. Über die Jahre haben die beiden vielen Tausenden Menschen Hoffnung und Inspiration gebracht.“*

*Quelle: „Die Ausredenfalle: Der richtige Umgang mit dem, was uns prägt“ von Henry Cloud und John Townsend.

Weitere Infos auf: http://www.teamhoyt.com/

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