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[Jugendleitermail 245] Stephanus

Hallo!

die heutige Jugendleitermail schreibt Karo aus dem EC in Wilhermsdorf (http://evg-wilhermsdorf.com/). Sie ist Teilnehmerin beim Jugendleitertraining 2011.
Ich wünsch dir, dass Gott dich festhält - auch in schweren Zeiten. So wie Stephanus. Und dieser Gott segne und bewahre dich!
Dein
Stephan

1. Ein Wort zum Nachdenken

Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen
Spr. 3, 6-7

2. Stephanus

In der Apostelgeschichte wird von einem Mann erzählt – Stephanus: Er wurde zum Armenpfleger, zum Diakon, zum Diener Gottes gewählt. Der Bibel entnehmen wir, dass Stephanus voll vom heiligen Geist war, voll von Glaube, voll von Gnade und Kraft. Stephanus erzählte den Menschen von Gott und von dem, was er mit Gott erleben durfte. Und wie immer hatte auch Stephanus Gegner, die ihn als Gotteslästerer beschimpften. Sie hetzten die Menschen auf, zu erzählen, er habe lästerliche Dinge über Mose erzählt und Gott verhöhnt und brachten Stephanus so vor den hohen Rat. Nachdem Stephanus sich auch vor dem hohen Rat nicht einschüchtern ließ und weiterhin seinen Standpunkt vertrat, wurden die Ratsmitglieder zornig. „Er aber, voll Heiligen Geistes, sah auf zum Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus stehen zur Rechten Gottes und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.“ (Apg. 7, 55-56)

Daraufhin stießen sie ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn.
Anstatt aber vor Angst dem Tod qualvoll entgegenzublicken, betete er zu Gott: „Herr Jesus, nimm meinen Geist auf. Dann fiel er auf die Knie und rief: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Und als er das gesagt hatte, entschlief er.
Soweit die Geschichte von Stephanus. Ist es nicht erstaunlich, wie viel Vertrauen ein Mann in Gott haben kann, auch im größten Sturm, während wir schon bei einem kleinen Luftzug ins straucheln geraten. Drei Dinge haben mich an Stephanus echt begeistert.

1. Stephanus lässt sich nicht einschüchtern:
Ich finde es total faszinierend, wie treu und stark Stephanus in seinem Glauben ist. Er wird als Gotteslästerer beschimpft und vor den hohen Rat gezerrt. Stephanus weiß genau, was das bedeuten kann. Doch anstatt klein bei zu geben um sich doch noch zu schützen, steht er zu seinem Wort. Er steht fest zu Gott. Ist das nicht echt genial. Wie oft passiert es mir, dass ich nicht zu Jesus stehe, wenn andere über ihn herziehen? Würde ich in so einer Situation nicht zu meinem besten Freund stehen? Ich muss mir nur immer wieder selbst klar machen, dass es nicht schwer ist Jesus treu zu sein. Mir droht niemand mit dem Tod, wenn ich von Jesus erzähle und treu zu ihm stehe. Warum also ist für manche von uns, auch für mich, das manchmal so schwer?

2. Stephanus vertraut sein Sterben voll und ganz Gott an
Stephanus sieht seinem Tod ins Auge und betet zu Gott: „Herr, nimm meinen Geist auf“ Stephanus vertraut darauf, dass Gott ihn nicht einfach allein sterben lässt. Er ist sich bewusst und sicher, dass Gott gerade jetzt in dieser Situation bei ihm ist. Wie oft fragen wir uns in schwierigen Zeiten, wo Gott ist, warum er nichts unternimmt, warum er nicht da ist, jetzt wo es uns so schlecht geht und warum er es überhaupt zulässt dass es uns so schlecht geht. Nachdem ich diesen Bibeltext gelesen habe, ist mir wieder klar geworden, dass ich mir immer wieder klar machen muss, dass Jesus gerade in den schweren Zeiten bei uns ist. Ich muss mich nur auf ihn einlassen und mit ihm durch diese Zeiten gehen. Er wird mich nicht fallen lassen, egal wie brenzlig die Situation gerade ist. Jesus hilft durch diese Zeit hindurch, egal wie es ausgeht. Denk mal zurück an eine Zeit, in der es dir schlecht ging? Musstest du dieses Stück Lebensweg allein gehen?

3. Stephanus bittet Gott, seinen Mördern zu vergeben, bevor er stirbt.
Hier haben mich 2 Dinge fasziniert.
Das erste ist, dass Stephanus während er gesteinigt wird, also während er gerade getötet wird, Schmerzen erleiden muss und weiß, dass er bald stirbt Gott bittet, seinen Mördern zu vergeben. Wer von uns könnte das? Wie schwer fällt es mir schon zu vergeben, für Dinge die doch eigentlich so unwichtig sind. Wie schwer fällt es uns Menschen zu vergeben die uns verletzt haben. Aber wünschen wir uns nicht auch die Vergebung, wenn wir Menschen verletzt haben? Jesus ist nicht nur gestorben um uns unsere Schuld abzunehmen. Jesus ist auch gestorben um den Menschen die Schuld abzunehmen, die uns verletzt haben. Denk mal darüber nach.

Und das zweite: Und als er das gesagt hatte, starb er. Stephanus hat sich Gott hingegeben. Er hat voll auf Gott vertraut. Stephanus ist ein Mensch, der etwas unvorstellbar Schreckliches erlebt hat und trotzdem voll auf Gott vertraut. Und als er das gesagt hatte, entschlief er. Deutet das nicht auf die Bewahrung Gottes hin. Auf die vollkommene Bewahrung Gottes in Schmerzen und Tod. Der Tod hat nicht wirklich Gewalt über uns. Auch im Tod ist uns Gott nah. Wir sind geborgen in Jesu Hand. Das sehen wir am Leben und auch am Sterben von Stephanus, einem einfach faszinierenden Menschen.

3. Tipp für die Praxis

Wie viele von euch kennen das Gedicht „Spuren im Sand“? Und wie viele von euch kennen die Geschichte die dahinter steht? Zu meiner Konfirmation habe ich dieses Buch geschenkt bekommen und ich muss immer wieder an das Gedicht und die dahinterstehende Geschichte von Margaret Fishback Powers denken. Sie erzählt hier so viele Erlebnisse, in denen sie Bewahrung erfahren durfte und auch in denen Gott ihr durch schwere Zeiten geholfen hat.
Ein wirklich lesenswertes BUCH!!!!!

Mehr Infos: http://brunnen-verlag.de/details.php?catp=&p_id=102

4. Echt witzig – und doch so real

Ein Mann kommt zum Himmelstor…der Zugang wird ihm verweigert! Empört ruft er aus „Ich habe jede Menge Kirchensteuer bezahlt und regelmäßig gespendet, ich hab jetzt wohl das Recht, hier reinzukommen!“
Petrus ruft nach hinten „Gebt dem Mann sein Geld zurück und dann kann er gehen!“


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Viel Spaß beim Stöbern!
Stephan Münch – EC-Bayern

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