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[Jugendleitermail 257] Die beste Erfindung

Hey!

ein alter Jugendarbeiter hat mal zu mir gesagt: Wir müssen den Jugendlichen sagen, dass das Leben irgendwann ein Ende hat. Dass wir alle einmal sterben müssen. Das sollte eine unserer wichtigsten Botschaften sein.

Um dieses Thema gehts heute in der JLM.
Ich wünsch dir, dass du im Hinblick auf die Ewigkeit manche Dinge im Alltag neu bewerten kannst. Vor allem die, die dir Mühe machen.

Bleib gesegnet!
Stephan

1. Ein Wort zum Nachdenken

Herr lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, damit wir klug werden.
Psalm 90,12

2. Die beste Erfindung

Vor einer knappen Woche starb Steve Jobs – der Chef von Apple - an einem Krebsleiden. Er wurde 56 Jahre alt und hat die aktuelle Medienwelt geprägt wie kaum ein anderer.

Vor ca. sechs Jahren hielt Jobs eine Rede in der Stanford University, in der er – anders als man es sonst von ihm gewohnt war – sehr persönlich wurde. Er erzählte drei Geschichten aus seinem Leben. Er sprach über seine Adoption, den Abbruch seiner College-Ausbildung, die Entstehung von Apple, seinen Rauswurf und sein Comeback. Sogar die Zeit, als bei ihm ein Jahr zuvor Krebs diagnostiziert wurde, sparte er nicht aus.

Er sagte: „Das Bewusstsein, dass ich bald tot sein werde, wurde mir [vor einem Jahr] zu einer der wichtigsten Entscheidungshilfen. Denn fast alles – alle äußeren Erwartungen, aller Stolz, alle Angst vor Peinlichkeiten und Fehlschlägen – fallen im Angesicht des Todes nicht mehr ins Gewicht.

Und weiter meinte er: „Nachdem ich es erlebt habe, kann ich Ihnen eines versichern: Der Tod ist wohl die beste Erfindung im Leben. Er ist die Kraft, die Veränderung ins Leben bringt. Er räumt das Alte aus und macht Platz für Neues. Ihre Zeit ist begrenzt, also verschwenden Sie sie nicht, indem Sie anderer Leute Leben leben. Lassen Sie sich nicht von Dogmen einfangen. Lassen Sie nicht zu, dass der Lärm fremder Meinungen Ihre eigene innere Stimme übertönt. Und vor allem, haben Sie den Mut, Ihrem Herzen und Ihrer Eingebung zu folgen.“

Soweit Steve Jobs.

Wow – tiefgehende Worte vom Erfinder des Iphone. In einer Zeit, in der der Tod verdrängt, in Altenheime und Friedhofskapellen abgeschoben wird, sind diese Worte nahezu unfassbar. Aber: Der Tod gehört zum Leben. Und der Blick auf den eigenen Tod verändert unsere Weltsicht grundlegend.

Mose hat in Psalm 90,12 diesem Bewusstsein noch eine weitere Dimension hinzugefügt: „Herr lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, damit wir klug werden.“

Mose blickt auf Gott – und dadurch bekommt der Tod noch einmal ein neues Gesicht. Es ist der Übergang vom zeitlichen ins ewige Leben. Es ist eine Hoffnung, die über diesen Tod hinausgeht, für den der daran glaubt. Und im Lichte des Todes und der Ewigkeit werden die Prioritäten zurechtgerückt.

Computer, Firmen, Gemeindehäuser und Autos werden vergehen. Auch das, was aus Neid, Habgier, Stolz oder Geltungsbedürfnis heraus geschaffen wurde. Da gehören wohl manche Andachten, Beschlüsse, Vereinsstrukturen oder Karriereleitern dazu. Das alles wird vergehen.
Was aber wird erhalten bleiben? Was hat wirklich Wert für die Ewigkeit? Das Gebet einer alten Frau für ihren Enkel wird auch in der Ewigkeit wichtig sein. Der Dienst eines Mannes für seine todkranke Frau wird hell leuchten. Der Einsatz eines wenig begabten Jungscharleiters wird einen ewigen Segensstrom nach sich ziehen.

Ob das Steve Jobs auch gewusst hat? Ich hoffe es für ihn.

Eine Frage persönlich an dich:
Was ist wirklich beständig, von dem, was du in den letzten 24 Stunden getan hast? Was würde auch in der Ewigkeit Nachwirkungen haben?

Einen Ausschnitt aus der Rede von Steve Jobs findest du hier:
http://www.youtube.com/watch?v=eZAccfiZoyc

3. Tipp für die Praxis

„Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“
Die Jahreslosung als Spruchkarte – gut als Geschenk für Mitarbeiter oder Gemeindemitglieder zum Jahreswechsel.
Daniel Münzenmayer - ein hervorragender Grafiker - hat die Jahreslosung 2012 in ein cooles Design gebracht und bietet diese und weitere Spruchkarten zum Verkauf an. Der Erlös ist für einen guten Zweck bestimmt – u.a. für das EC-Freizeitheim in Oberschlauersbach.

Mehr unter der Website: wwwich-bin-da.com

4. Echt witzig

„Papi, wie hat Gott es geschafft, die Welt in sechs Tagen zu erschaffen?“
„Er war nicht auf Handwerker angewiesen!“


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de findest du alle bisherigen Jugendleitermails – sogar mit einer Stichwort-Suchfunktion.
Viel Spaß beim Stöbern!
Stephan Münch – EC-Bayern

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