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[Jugendleitermail 260] Kolossale Sache

Hallo!

Heute ist die Andacht von Dorina aus der Christusgemeinde Ingolstadt (www.cg-i.de). Sie ist dort als Jugendleiterin tätig.
Außerdem will ich gleich mal auf die Feiert-Jesus-4-Playlist aus youtube hinweisen unter dem Praxistipp. Echt starke Sache.

Ich wünsch dir eine von Gott gesegnete Woche.
ER begegne dir in schönen und hellen – aber auch in den trüben und traurigen Stunden.
Be blessed!
Stephan

1. Ein Wort zum Nachdenken

Gebt den Worten von Christus viel Raum in euren Herzen! Gebraucht seine Worte weise, um einander zu lehren und zu ermahnen und dankt Gott von ganzem Herzen.
Kolosser 3,16

2. Kolossale Sache

Kolosser 3 ist eines der Kapitel, das mich bei jedem Mal Durchlesen aufs Neue begeistert. Paulus bringt Christsein hier auf den Punkt. An den Imperativen, den Befehlsformen kann ich mich festhalten und orientieren, hinter diesen Zeilen steht ein Leben, wie ich es führen möchte- und gleichzeitig eine Menge Arbeit. Christsein hat nichts mit Stagnation zu tun, sondern ist Ausdruck einer aktiven Einstellung. Und auch für uns ist es dran, den Blick auf Jesus immer wieder zu schärfen, uns vergeben zu lassen. Es geht darum, unsere Entscheidungen an ihm auszurichten.

1. „Gebt den Worten von Christus viel Raum in euren Herzen!“ (nach „Neues Leben“-Übersetzung)

Wir Christen erleben, dass hinter den Worten der Bibel mehr steckt- nämlich eine lebensverändernde Kraft. Jesus hält Menschen durch das, was er gesagt hat, einen Spiegel vor. Aber er ermutigt auch, gibt Hilfestellung und Hoffnung, und eine Ahnung davon, wer Gott ist. Wie oft erleben wir, dass ein Bibelvers in unsere ganz persönliche Lebenssituation passt? Wenn die Botschaft von Jesus und seine Worte bei uns „wohnen“ sollen, hat das etwas mit Daueraufenthalt zu tun und nicht mit fristlos kündbarer Kurzmiete. Dann soll es dort zu Hause und präsent sein, wo „der neue Mensch“ anfängt zu wachsen, nämlich in unserem Herzen!

Für mich heißt das, mir im Alltag Erinnerungszeichen zu setzen oder die Bibel zu einem festen Teil meines Alltags zu machen: Stille Zeit (Respekt, wer das durchzieht…), BibelTunes-Podcasts, Andachten, Predigten, das Auswendiglernen von Versen oder künstlerische Verarbeiten von Versen. Spruchkarten an der Wand, Kalender, Notizzettel in der Hosentasche. E-mails, die ich mir selber mit der Einstellung „versenden am….“ schreibe und die dann einen Monat später in der Mittagspause anklingeln. Eine tolle Idee ist auch „SMS von Gott“- Jeden Tag ein Bibelvers aufs Handy: Warum nicht mal eine Woche lang ausprobieren? (http://www.smsvongott.de/schnupperabo.html)
Es gibt unzählige (kreative) Möglichkeiten, Gottes Wort in den Alltag und in den Jugendkreis einzubinden- und damit hat es eine Chance, seinen Reichtum zu entfalten!

2. „Gebraucht seine Worte weise, um einander zu lehren und zu ermahnen“

Anderen im geistlichen Leben weiterzuhelfen oder mal konstruktive Kritik anzusetzen, ist nicht nur Sache des Jugendleiters, sondern Aufgabe für alle Christen. Eine Ermahnung, die selbstlos, fair, begründet, auf einer gleichen Ebene des Dialogs und mit Gott im Herzen angebracht wird, kann viel Schaden verhindern. Was mich außerdem immer wieder erstaunt ist, wie viel ich von Menschen lernen kann, die Jesus gerade erst kennen gelernt haben. Ich sehe mich da schnell in der Rolle des Christs mit Wissens-und Erfahrungsvorsprung- aber wenn jemand mir hilft, meinen Blick auf Gott neu auszurichten, dann sind es oft gerade diese Leute!

3. „Dankt Gott von ganzem Herzen!“

Dankbarkeit verändert viel: Es prägt unsere Sicht der Dinge und verändert damit gleichzeitig unsere Umstände und unsere Beziehungen. „Und seid dankbar“ fügt Paulus in Vers 14 an. Dankbarkeit kann nicht nur ein spontanes Gefühl, sondern eine ganze Lebenshaltung sein, eine Grundsatzentscheidung. Dankbarkeit hat etwas mit Demut, Zufriedenheit, Akzeptanz und Wertschätzung zu tun: In dem Moment, in den ich einer Person gegenüber dankbar bin, wertschätze ich sie, erkenne sie und ihr Handeln an.
Wir haben auch allen Grund dazu, Gott dankbar zu sein und ihm Wertschätzung zu zeigen. Für den einen geschieht das im Lobpreis, der andere engagiert sich bewusst für seine Mitmenschen. Es gibt viele Möglichkeiten, Dankbarkeit auszudrücken und Gott damit zu ehren. Nicht nur am Sonntag im Liedblock, sondern auch in den kleinen Entscheidungen in unserem Alltag.

Einige Fragen persönlich an dich:
Wo kann ich in dieser Woche Gottes Wort mehr Raum geben?
Gibt es eine Person z.B aus der Gemeinde, mit der ich in dieser Woche in Kontakt bleibe, um uns gegenseitig in bestimmten Fragen weiterzuhelfen oder uns geistlichen Herausforderungen zu stellen?
Wie kann ich in dieser Woche eine dankbare Haltung leben und einüben?

3. Tipp für die Praxis

Feiert-Jesus-4-Playlist
Christian - Prediger und Jugendleiter hat eine echt geniale Sache zusammengestellt:
139 der 200 Feiert-Jesus-4-Lieder auf einer youtube-playlist.
Eine echte Fleißaufgabe.

Und hier der Link dazu:
http://www.youtube.com/playlist?list=PL53EA18531C2AA26B&feature=mh_lolz&mid=50

4. Echt witzige Idee

Echt witzig: Halleluja-Flashmob¬
http://www.youtube.com/watch?v=SXh7JR9oKVE
(inzwischen fast 35 Mio mal geklickt!)


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de findest du alle bisherigen Jugendleitermails – Du kannst auch nach Stichworten suchen mit unserer Suchfunktion.
Viel Spaß beim Stöbern!
Stephan Münch – EC-Bayern

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