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[Jugendleitermail 262] Die Welt verändern

Hi!

Heute ist die Andacht in der JLM von Anika aus Ingolstadt. Sie nimmt mir ihrem Freund am Jugendleitertraining teil – dem Intensivtraining für Jugendleiter.

Wer Interesse hat, im nächsten Jahr sich an drei Wochenenden und vier Samstagen geistlich, fachlich und persönlich weiter zu entwickeln – der kann sich gerne bei mir bewerben. Es geht um Themen wie: NAVIKA-Persönlichkeitsprofil, Umgang mit Konflikten, Wie leite ich mich selbst?, Neue Mitarbeiter und Leiter gewinnen, usw.

Mehr Infos unter http://www.jugendleiternetz.de/?i=jugendleitertraining

Ich wünsch dir eine gute und von Gott gesegnete Rest-Woche!
Stephan

P.S. Sorry - heute kommt die JLM erst am Donnerstag. Ich hatte gestern frei :-)

1. Ein Wort zur Ermutigung

Fürchte dich nicht, glaube nur!
Markus 5,36

2. Wie du die Welt verändern kannst

Zum Text (Markus 5, 21 – 24 + 35 – 43):
Jesus war mit seinen Jüngern unterwegs und eine große Menschenmenge war bei ihm, als ein Vorsteher einer Synagoge, namens Jaϊrus zu ihm kam. Er warf sich zu Jesus Füßen und bat ihn, seiner im Sterben liegenden Tochter die Hände aufzulegen und sie vor dem Tod zu bewahren.
Jesus ging mit Jaϊrus und die Menschen folgen ihnen.
Auf dem Weg zu Jaϊrus Haus berührte ihn eine Frau, die seit vielen Jahren an Blutfluss litt. Er heilte sie, was zum Zeugnis der umherstehenden Menschenmenge wurde.
Währenddessen kamen einige aus dem Haus des Jaϊrus und sprachen zu ihm: „Deine Tochter ist gestorben, was bemühst du weiter den Meister?“
Als Jesus das hörte sprach er zu Jaϊrus: „Fürchte dich nicht, glaube nur!“
Daraufhin ging Jesus, Jaϊrus, seine Frau und drei Jünger (Petrus, Jakobus, Johannes) in das Haus des Jaϊrus. In dem Haus war ein Getümmel von Menschen, die weinten und heulten.
Jesus sprach zu ihnen: „Was lärmt und weint ihr? Das Kind ist nicht gestorben, sondern es schläft.“
Die Menschen aber lachten Jesus aus und er warf sie sodann aus dem Haus.
Er ging nun hinein zu dem Kind, nahm seine Hand und sprach: „Mädchen, ich sage dir, steh auf!“
Da stand das Mädchen auf und lief herum.

Ich weiß nicht ob euch die Geschichte geläufig ist. Als ich sie das erste Mal gelesen habe war ich sehr bewegt von dem Glauben den Jaϊrus Jesus schenkte.
Er kam zu seinem Haus und wurde bereits mit der schrecklichen Nachricht erwartet, dass seine Tochter bereits tod war. Die Menschen weinten und trauerten um das junge Mädchen.

Man könnte nun denken, es war ganz umsonst, zu Jesus zu gehen und die letzten wertvollen Minuten nicht mit seiner Tochter zu verbringen um sich zu verabschieden, man könnte sich nun an Jaϊrus Stelle Vorwürfe machen, weshalb man nicht die letzten Atemzüge seiner Tochter miterlebt hat.

Doch Jaϊrus lässt sich nicht einschüchtern, er gibt nicht auf. Er denkt nicht etwa „Jetzt habe ich meine Tochter nicht einmal in den letzten Zügen begleiten können“ oder „Jetzt ist alles zu spät; alle um mich herum haben meine tote Tochter gesehen und können bezeugen dass sie nicht mehr lebt“. Nein, er ignoriert die Worte seiner Freunde, seiner Bekannten und höchst warscheinlich auch die Worte seiner eigenen Familie. Er geht über alle menschliche „Logik“ hinaus und vertraut auf Gott.

Es steht kein Wort in der Bibel geschrieben über irgendeinen Zweifel von Jaϊrus. Er folgt Jesus in sein Haus und geht mit ihm zu seiner Tochter. Er glaubt fest daran, dass Jesus seiner Tochter helfen wird. Auch in einer so absurden Situation, in der klar ist, dass seine Tochter gestorben ist.
Jaϊrus ist mein Vorbild weil er über einen so großen Glauben verfügt, der in so einer Dimension gelebt wird, dass er sogar über den Tod hinaus reicht.

Ich frage mich, ob wir heutzutage solch ein Vertauen in Gott setzten würden. Würdest DU ihm glauben, dass er deine Erkältung in der nächsten Sekund vollends heilen kann? Würdest DU ihm zutrauen, dass er deine Freunde zum Glauben führt? Selbst in der Bibel steht, dass bei Gott nichts unmöglich ist. Aber unser Glaube an das Wort ist nicht groß genug, um Wundern Raum zu geben. Wenn wir nicht an Gottes Tun glauben sondern zweifeln und denken „Jesus, du könntest doch…oder …ach Gott das wär jetzt schon toll wenn…“ Wir schrecken davor zurück, Gott herauszufordern und ihm auch die Möglichkeit und Zeit zu geben, etwas in unserem Leben zu ändern. Wir haben Angst enttäuscht zu werden.

Auch ich setzte kein großes Vertrauen in Gott, schon gar nicht über den Tod hinaus. Ich kann mir nicht vorstellen wie ich von der einen auf die andere Sekunde gesund sein sollte, ich kann mir nicht vorstellen wie es wäre, wenn meine Freundin plötzlich Christ werden würde. Somit vergesse ich ganz, dafür zu beten, ich glaube ja eh nicht daran.

Doch das ist der springende Punkt. Wenn ich den Glauben nicht aufbringe und nicht für Dinge bete, weil ich Angst habe enttäuscht zu werden büße ich das in meiner persönlichen Beziehung zu Jesus ein. Es ist wichtig mit Jesus im Kontakt zu sein und seine Sorgen abzugeben. Wenn wir das nicht tun „brauchen wir Gott nicht“. Wir leben auf dieser Welt mit dem Ziel, in den Himmel zu Gott zu kommen. Jesus ist der Schlüssel dafür. Wie sollen wir diesen Schlüssel benutzen, wenn wir ihn noch nie in der Hand hatten?

Es ist oft nicht leicht seine Nöte und Sorgen abzugeben und loszulassen. Man möchte ja schließlich alles kontrollieren. Der erste Schritt ist aber genau das! Du musst lernen Gott Vertrauen zu schenken.

Wenn du das nächste Mal ein scheinbar unlösbares Problem hast dann leg es in Gottes Hand. Sag ihm dass er das für dich regeln soll. Lass ihn dann aber auch machen. Stress dich nicht rein und vertraue darauf, dass er es gut macht. Er ist dein Vater und weiß was du brauchst. Er wird es so machen, wie es für dich am besten ist.

Gott hat diese Welt gemacht, schau dich um was er geschaffen hat. So etwas kann von Menschen niemals übertroffen werden. Allein die Natur ist so groß und wunderschön. Weshalb sollte er sich für dich nicht interessieren? Wenn für ihn so große Dinge möglich sind wird er dir auch helfen.

Warte nicht dein ganzes Leben auf ein Wunder und darauf, dass Gott etwas mit dir vor hat, hier und jetzt ist deine Zeit. Du musst nicht dein Leben lang auf deinen großen Glaubensmoment warten, gib Gott die Chance dein Leben zu verändern! Schenke ihm den Glauben für ein Wunder.

Mir wurde einmal gesagt, dass Gott in unserer Gesellschaft seltener Wunder schenkt als in Afrika zum Beispiel, weil wir diese für uns behalten. Weshalb sollte Gott ein Wunder schenken, wenn wir dies nicht zum Zeugnis für andere benutzen? Gott muss groß gehalten werden. Wir müssen ihm den Raum für Wunder und Heilung geben, der nötig ist. Du würdest auch nicht für eine Organisation spenden wenn du wüsstest, dass die Vorstände damit essen gehen würden, du würdes wollen, dass mit diesem Geld großes getan wird und anderen Menschen damit geholfen werden würde.

Hab keine Angst vor Enttäuschung, leg dein Leben Gott hin und gib ihm die Möglichkeit in deinem Leben großes zu tun. Warte nicht bis morgen, du lebst im hier und jetzt.

3. Ein Tipp für die Praxis

Ein hervorragendes Magazin
Ich (Stephan Münch) bekomme regelmäßig kostenlos das Pro-Medienmagazin zugeschickt mit sehr gut recherchierten Artikeln zum aktuellen Geschehen in den Medien.
Außerdem gibt es einen Pro-Kompakt-Newsletter mit ebenfalls sehr guten Artikeln .
Mehr unter http://www.pro-medienmagazin.de/

4. Echt witzig

Der Pfarrer auf Urlaub in Afrika sieht sich plötzlich von einem Rudel Löwen umzingelt. Die Flucht ist ausgeschlossen. Da fällt er auf die Knie, schließt die Augen und betet: „Oh Herr, verschone mich und gib mir ein Zeichen deiner Gnade! Befiehl diesen Löwen, sich wie echte Christen zu verhalten!“

Als er wieder aufblickt, sitzen die Löwen im Kreis um ihn herum, haben die Pfoten gefaltet und beten: „Komm Herr Jesus, sei unser Gast und segne, was du uns bescheret hast.“


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Viel Spaß beim Stöbern!
Stephan Münch – EC-Bayern

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