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[Jugendleitermail 263] Sex – und was sich Gott dabei gedacht hat

Hey!

Gestern war ich auf einem Seminar zum Thema: „Wie können wir das Thema Sexualität aus biblischer Sicht heute weiter geben?“ beim Weißen Kreuz in Kassel. Das war eine echt spannende Sache. Ich habe schon viele Teen- und Jugendkreisstunden gehalten zum Thema „Sex und was sich Gott dabei gedacht hat“ – aber noch nie ne Jugendleitermail dazu verfasst. Das will ich heute nachholen.

Ich hoffe, dass die Zeilen für dich eine Ermutigung und vielleicht auch Herausforderung sind.
Auch im Bereich der Erotik und Sexualität soll Jesus die Nr.1 bleiben!

Gott segne dich und schenke dir seinen Frieden!
Stephan

1. Ein Wort zur Ermutigung

Gott schuf den Menschen nach seinem Bild – zum Abbild Gottes schuf er ihn. Und er schuf sie als Mann und Frau.
1. Mose 1,27

2. Sex – und was sich Gott dabei gedacht hat

Melanie, 23, schreibt:
Sex ist etwas, das einem momentan Spass macht. Es ist schön, die Nähe eines anderen zu spüren. Er baut das Selbstvertrauen auf - wenn auch nur für einen Augenblick.
Ich hatte schon sexuelle Beziehungen ohne feste Bindung. Zu widerstehen fällt mir unheimlich schwer. Ich glaube, dass mir der Bezug zwischen Liebe und Sex fehlt. Wenn der kurze Augenblick des schönen Sex, des Geliebtseins vorbei ist, fühle ich mich sehr schlecht: wertlos, wie ein angebissener Apfel. Ich weiss auch, das mein Verhalten Gott verletzt. Er hat den Sex erfunden, doch er hat auch einen Rahmen gesetzt, um Wunden, die ich zur Genüge kenne, zu vermeiden.
Ich bin mit meinem sexuellen Leben nicht zufrieden. Ich würde am liebsten noch einmal bei Null anfangen. Was würde ich anders machen? Ich würde mehr beten, versuchen, Gott näher zu sein und meine Neugier abzuschalten. Ich würde mit jemandem über meine Bedürfnisse reden und sie auf eine andere Weise stillen.
Wenn ich Sex habe, bekomme ich ein schlechtes Gewissen gegenüber Gott und mir selber. Ich weiss, dass ich Gott weh tue und seine Weisungen nicht befolge. Ich weiss auch, dass sexuelle Beziehungen, die nicht auf Liebe basieren, mich abwerten, und eigentlich bin ich mir zu schade für solche Dinge.
Ich möchte von jetzt an warten mit dem Sex, bis ich verheiratet bin, denn richtig geniessen kann man den Sex nur in einer dauerhaften, festen Beziehung.
Melanie, 23 -
Gärtnerin im Kanton Zürich

Sex – wie hat sich Gott das gedacht?
Wenn wir wissen wollen wie sich Gott das gedacht hat mit Mann und Frau, müssen wir ganz vorne in der Bibel anfangen. Da heißt es in 1. Mose 2:18 Gott, der Herr, dachte sich: «Es ist nicht gut, daß der Mensch allein lebt. Er soll eine Gefährtin bekommen, die zu ihm paßt!»

Hier kommt zum ersten Mal in die Schöpfung ein Missklang hinein. Alles bisher war gut – bzw sehr
gut. Aber dann heißt es „Es ist NICHT gut“.

Das heißt: Der Mensch ist auf Gemeinschaft angelegt!!! Jeder Mensch braucht das Gegenüber – einen Menschen, der ihn liebt und den er lieben kann. Jeder von uns sehnt sich nach solch einem Menschen. Ein Mann nach einer Frau – eine Frau nach einem Mann

Und als Gott den Mann und die Frau geschaffen hatte, heißt es:
1. Mose 2:24 Darum verläßt ein Mann seine Eltern und verbindet sich so eng mit
seiner Frau, daß die beiden eins sind mit Leib und Seele.

Das heißt:
1. Der Mann (die Frau) verlässt die Eltern
Das bedeutet persönliche und am besten auch räumliche Trennung von den Eltern. Der Mann und die Frau wenden sich ganz bewusst von ihren Eltern ab und wenden sich einander zu (es gibt eine ganze Reihe Ehepaare, die das leider noch nicht gemacht haben und immer noch an ihrer Mama oder ihrem Papa kleben).

2. Er verbindet sich mit seiner Frau
Sie gehen eine offizielle Verbindung ein. Eine Ehe. In der gesamten Menschheitsgeschichte gab und gibt es Rituale, die diese Verbindung öffentlich machen. Bei uns ist der Gang zum Standesamt. Damit ist die Ehe geschlossen.

3. Eins mit Leib und Seele (Luther: ein Fleisch)
Die beiden Partner werden eine Einheit. Ein Organismus. Sie verschmelzen sozusagen miteinander. Das wird am deutlichsten im Sexual-Akt. Als Ehepartner miteinander Geschlechtsverkehr zu haben ist der vielleicht innigste Ausdruck dafür, dass beide ganz fest zusammengehören.

Sexualität wird uns in der Bibel als ein wunderschönes Geschenk Gottes dargestellt. Es ist eines der
schönsten Gaben Gottes an uns Menschen – aber sie braucht diesen Schutzraum, wie er in 1. Mose 2,24 beschrieben ist.

Die Bibel hat kein kein Problem mit Erotik – ein ganzes Buch ihr gewidmet:
Das Hohelied der Liebe
Ein kleiner Auszug:
7:8 Deine Gestalt gleicht einer hohen Dattelpalme, und deine Brüste sind
wie ihre Früchte.
7:9 Ich will auf die Palme steigen und ihre reifen Früchte genießen.
Freuen will ich mich an deinen Brüsten, die den Trauben am Weinstock
gleichen. Deinen Atem will ich trinken, der wie frische Äpfel duftet;
7:10 deine Lippen will ich spüren, denn sie schmecken mir wie edler Wein.
Ja, möge der Wein dich erfreuen, daß du ihn im Schlaf noch auf den
Lippen spürst.
7:11 Ich gehöre meinem Liebsten, und sein Herz sehnt sich nach mir.

Aber Sexualität kann Menschen verwunden, tief verletzen, innerlich abstumpfen lassen. Sie kann
Menschen zu Taten treiben, die große Zerstörung nach sich ziehen. Auch darüber schweigt die Bibel
nicht – und warnt eindrücklich davor.

Wenn aber die Sexualität voller Liebe und Hingabe zwischen zwei Menschen, die sich lebenslange
Treue geschworen haben, gelebt wird – dann wird Sexualität immer schöner und sie wird zu einem
Ereignis, das Mann und Frau auf geheimnisvolle Weise miteinander verbindet.

3. Ein Tipp für die Praxis

Wer mehr Infos zum Thema Sexualität, Selbstbefriedigung, Pornografie, etc. aus christlicher Sicht wissen will, kann gerne auf der Homepage des Weißen Kreuzes vorbeischauen. Da gibt’s ne Menge Material.
http://www.weisses-kreuz.de/index.php?id=92

4. Echt witzig

(Ich schreib den Witz hier rein – auch auf die Gefahr hin, dass sich jemand aufregt … weil ich find ihn gut )
Ein alter Araber lebt seit mehr als 40 Jahren in Chicago. Er würde gerne in seinem Garten Kartoffeln pflanzen, aber er ist allein, alt und schwach. Deshalb schreibt er eine E-Mail an seinen Sohn, der in Paris studiert.
„Lieber Ahmed, ich bin sehr traurig weil ich in meinem Garten keine Kartoffeln pflanzen kann. Ich bin sicher, wenn du hier wärst, könntest Du mir helfen und den Garten umgraben. Dein Vater.“
Prompt erhält der alte Mann eine E-Mail: „Lieber Vater, bitte rühre auf keinen Fall irgendetwas im Garten an. Dort habe ich nämlich ‚die Sache‘ versteckt. Dein Sohn Ahmed.“
Keine sechs Stunden später umstellen die US Army, die Marines, das FBI und die CIA das Haus des alten Mannes. Sie nehmen den Garten Scholle für Scholle auseinander, suchen jeden Millimeter ab, finden aber nichts. Enttäuscht ziehen sie wieder ab.
Am selben Tag erhält der alte Mann wieder eine E-Mail von seinem Sohn:
„Lieber Vater, ich nehme an, dass der Garten jetzt komplett umgegraben ist und du Kartoffeln pflanzen kannst. Mehr konnte ich nicht für dich tun. In Liebe, Ahmed“


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de findest du alle bisherigen Jugendleitermails – Du kannst auch nach Stichworten suchen mit unserer Suchfunktion.
Viel Spaß beim Stöbern!
Stephan Münch – EC-Bayern

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