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[Jugendleitermail 269] Ein heiliger Augenblick

Hey!

Das neue Jahr ist jetzt erst 11 Tage alt – und ich bin schon wieder voll im Alltag drin. Alles wieder beim Alten. Geht’s dir auch so? Ich wünsch dir, dass du hin und wieder Begegnungen hast, die dich ermutigen, dir gut tun. So wie ich das letzten Sonntag erlebte. Davon später mehr.

Gott sei mit dir – ER segne und bewahre dich in dieser Woche!
Stephan

P.S. Das Jugendleitertraining 2012 – vielleicht ist das auch was für dich? Anmeldeschluss ist am 28.01.2012 – mehr siehe unten.

1. Ein Wort zur Ermutigung

Darum sollt ihr einander eure Sünden bekennen und füreinander beten, damit ihr geheilt werdet. Denn das Gebet eines Menschen, der unbeirrt glaubt, hat große Kraft.
Jakobus 5:16

2. Ein heiliger Augenblick

Es war vor ca. zwei Jahren. Ich war in einer Gemeinde zum Predigen eingeladen. Wie immer stellte ich am Anfang der Predigt meine Familie vor (mit Bild :-) und erzählte was über meinen Dienst im EC.

Nach dem Gottesdienst kam einer aus der Gemeindeleitung auf mich zu und fragte mich: „Stephan, darf ich für dich und deine Familie beten?“ Ich war ganz perplex. So was war mir bisher noch nicht begegnet. Dass jemand, den ich nicht kenne, für mich und meine Familie beten will.
„Natürlich – gerne. Ich freu mich, wenn du für mich betest!“ meinte ich.

Also gut. Wir gingen in einen Nebenraum und der Bruder legte mir die Hand auf die Schulter und betete für mich. Das hat wirklich gut getan. Es war eine besondere Begegnung.

Vor drei Tagen war ich wieder in dieser Gemeinde zum Gottesdienst. Bereits am Samstag vorher mussten einige Dinge abgeklärt werden – und so hatte ich plötzlich denjenigen am Telefon, der damals für mich gebetet hatte.

Ich sagte zu ihm: „Hey – du bist doch derjenige, der für mich gebetet hat damals! Das war echt wertvoll für mich. Du kannst gerne wieder für mich tun, wenn ich bei euch bin“.

„Klar, das machen wir. Gute Idee“ antwortete er.

Also setzten wir uns nach dem Gottesdienst zusammen und erzählten uns gegenseitig, wie es uns momentan geht. Schließlich meinte er: „Dass du dich an damals erinnert hast – und dass wir hier wieder zusammen beten – das ist überwältigend. Und es ermutigt mich. Denn ich stehe selbst gerade in einer herausfordernden Situation. Und dass wir uns hier treffen und miteinander beten, das macht mir wieder Mut.“

Wir legten uns gegenseitig die Hände auf und beteten füreinander. Ich für seine Situation – er für meine Herausforderungen. Es war ein ganz besonderer Moment. Ein heiliger Augenblick. Zwei Menschen, die sich kaum kennen, erlebten eine Gemeinschaft, wie sie nur durch Jesus entstehen kann.

Voller Dankbarkeit fuhr ich an diesem Abend nach Hause.

Wenn ich so drüber nachdenke, stelle ich fest:
Diese Begegnung kam nur zustande, weil ein Mensch auf die Stimme des Heiligen Geistes gehört hat: „Bete für Stephan und seine Familie“. Dieser Mann hat auf Gott gehört – und das hatte Auswirkungen. Für mich und für ihn. Ermutigung, Trost für uns beide – und nicht nur einmal, sondern zwei Jahre später wieder. Dass er gehorsam war, hat einen Segensstrom nach sich gezogen, der bis in meinen Alltag heute am Schreibtisch reicht.

Wow – das ist echt erstaunlich.
Gott und sein Segen sind wirklich erstaunlich, finde ich.

Und ich will lernen, auch auf diese leise Stimme des Heiligen Geistes zu hören, wenn er sagt: „Bete für einen Menschen“ oder „Frag ihn, wie es ihm geht“ oder „Besuche jemanden“.
Das möchte ich lernen – weil so richtig kann ich das noch nicht.

Eine Frage persönlich an dich:
Wie wäre es, wenn du jemandem anbietest für ihn zu beten? Nach dem Jugendkreis oder Hauskreis – oder nach dem Gottesdienst? Probiere es doch mal aus.

3. Tipp für die Praxis

Ein Special-Angebot vom EC-Bayern für junge Leitungspersönlichkeiten in der Kinder- und Jugendarbeit:

Das JUGENDLEITERTRAINING 2012

Coaching, Visionen gestalten, Umgang mit Konflikten, Besuch in anderen Jugendarbeiten, u.v.m.

Nur noch 18 Tage bis Anmeldeschluss!

Mehr Infos unter http://www.jugendleiternetz.de/?i=jugendleitertraining

4. Echt witzig

Im Kloster gibt es Suppe. Nach dem Mittagessen bleibt noch viel von der leckeren Hühnerbrühe übrig. Die Nonnen beschließen, den Bauarbeitern vorm Kloster den Rest zu geben.
„Aber lasst uns erst testen, ob sie gläubig sind!“, meinen sie.
Eine Nonne geht raus und fragt den ersten Bauarbeiter: „Kennst du Jesus?“
„Nee“, antwortet dieser, „aber ich frag‘ mal meinen Kumpel. Hey, Bob! Kennst du Jesus?“
„Nee! Wieso?“
„Seine Alte ist hier und will ihm das Essen bringen!“

.


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
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Viel Spaß beim Stöbern!
Stephan Münch – EC-Bayern

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