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[Jugendleitermail 282] Probiers doch!

Hallo!

Ostern ist vorbei und der Alltag ist eingekehrt. Vielleicht genießt du noch die letzte Ferienwoche, bevor es wieder los geht - oder aber du bist schon wieder voll im Geschäft.
Ich hoffe, dir hilft diese Jugendleitermail von Miriam aus dem EC in Erlangen, sich wieder auf das zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist.
Dir eine gesegnete nach-österliche Rest-Woche!
Stephan

1. Ein Wort zum Nachdenken

Gebt nur Gott und seiner Sache den ersten Platz in eurem Leben, so wird er euch auch alles geben, was ihr nötig habt.
Matthäus 6,33

2. Probiers doch!

Die Werbeindustrie denkt sich laufend neue Strategien aus, um die Produkte vom Markt an den Kunden zu bringen. Dabei werden häufig Dinge in Aussicht gestellt, die wenig bis nichts mit dem Produkt zu tun haben. Man verspricht Freiheit, Individualität, Attraktivität und vieles mehr. Wir als potentielle Kunden haben es da schwer, gute Entscheidungen bezüglich unseres Kaufverhaltens zu treffen. Genaues Nachdenken und Hinterfragen der Werbeslogans ist notwendig.
Über den Tag verteilt müssen wir eine Menge Entscheidungen treffen, nicht nur im Supermarkt. Da gibt es kleine und große, einfache und schwierige, bewusste und unbewusste. Jeder Entscheidung sind komplexe Denkprozesse vorgeschaltet, in denen unter Umständen folgende Sätze auftauchen:
„Ich wäre wirklich glücklicher, wenn ich das so machen würde.“
„Meint Gott es wirklich gut mit mir? Kann ich ihm vertrauen?“
„Du musst dich anstrengen – zeig, dass du es drauf hast!“
„Das schaffe ich nie! Diese Aufgabe ist viel zu groß!“
„Komm schon - einmal ist keinmal.“
„Wen interessiert es denn, wie du dich entscheidest?“
„Es tut doch keinem weh…“
Kennst du solche Gedanken? Ich nenne sie „Probier’s doch“ des Teufels. Lügen, die er uns einflüstert, damit wir verunsichert werden und um uns eine zweifelhafte Entscheidung schmackhaft zu machen. So wie die Werbeleute, die in der Lage sind, ihre Produkte als die Besten darzustellen, so dass wir dazu verführt werden, sie zu kaufen, obwohl wir sie nicht brauchen – tja.
„Hat Gott wirklich gesagt, dass ihr von keinem Baum die Früchte essen dürft?“ (…) „Unsinn! Ihr werdet nicht sterben (…) ihr werdet sein wie Gott“ – der Teufel zu Eva in 1.Mose 3
Nach dem Gespräch mit dem Teufel glaubt Eva, dass Gott ihr etwas vorenthält. Die Konsequenz für Eva, der Rauswurf aus dem Paradies, nachdem sie und Adam von der Frucht gegessen haben, zeigt, dass es dem Teufel nur darum ging, die Beziehung zu Gott zu stören. Gott hatte nicht gewollt, dass Adam und Eva hart arbeiten müssen. Es sollte ihnen gut gehen im Garten, in der Gegenwart Gottes.
Der Teufel hat allerdings kein Interesse daran, dass wir unser Leben nach dem Willen Gottes ausrichten. Es ist ihm egal, was wir an den ersten Platz stellen – Hauptsache es ist nicht Gott. Deswegen ist er hochmotiviert, uns an allen Weggabelungen von Gott weg zu lenken. Gott ist es aber, der uns die Möglichkeit offen lässt, Entscheidungen mit unserem freien Willen zu treffen.
Die Welt ist so aufgebaut, dass wir viele verschiedene Handlungsmöglichkeiten haben, und Gott wünscht sich, dass wir uns FÜR ihn und gegen die Lüge entscheiden. Nicht, weil es keine andere Alternative gibt, sondern weil wir ihm glauben, dass er das Beste für uns hat.
In der Welt werden die „Probier’s doch“ des Teufels und ihre Konsequenzen verharmlost!!!
z.B. …Was ist denn schon dabei, an seinen eigenen Vorteil zu denken? … Wem tut es weh, wenn ich Pornos anschaue? …Diese Notlüge wird doch keinem auffallen! … Aber jede Entscheidung hat Konsequenzen für uns persönlich. Wo wir faule Kompromisse eingehen, bewegen wir uns weg von Gottes Plan und damit weg von den Geschenken, die er für uns bereit hält.
Wo gehst du Kompromisse ein?
Denkst du über die Konsequenzen deiner Entscheidungen für dein Leben nach?
Ich entscheide mich immer wieder, von meinem freien Willen Gebrauch zu machen und die Lügen des Teufels zu enttarnen, sooft es mir gelingt. Ich will dem Teufel niemals Glauben schenken, denn nur dadurch könnte er meine Entscheidungen beeinflussen. Jesus ist mir ein Vorbild darin, wie man auf den Teufel reagieren kann (Matthäus 4): Indem ich Gottes Aussagen verinnerliche und somit weniger verwirrt werde. Eine große Hilfe ist das Gebet um Weisheit, denn Gott wird uns nicht ignorieren, wenn wir ihn fragen, wie wir nach seinem Willen entscheiden können.
Weitere Tipps:
- Mache dir bewusst, was deine Wünsche sind, dann weißt du, wo der Teufel versuchen könnte, dich mit seinen „Probier’s doch“ auszutricksen. Rede mit Gott darüber, wie sich die Wünsche echt und dauerhaft erfüllen lassen.
- Brich das Schweigen! Sobald du mit anderen darüber sprichst, ist das „Probier’s doch“ nicht mehr so stark, weil du Unterstützung bekommen kannst.
- Wenn die Versuchung an die Tür klopft, bitte Jesus hin zu gehen!
- Sag NEIN zu den Lügen des Teufels, und JA zu den Wahrheiten Gottes über dich(siehe Bibel: Psalm 139, Jesaja 43,1-4 …)
- Sag NEIN zu Kompromissen, und JA zu Klarheit;
- Sag NEIN zu krummen Geschäften und JA zu Vertrauen;
- Sag NEIN zu vorübergehendem Spaß und JA zu echtem Frieden.
(Willst du noch mehr dazu lesen? Dann guck hier: 1.Kor. 10,13; 2.Petr. 2,9; 1.Petrus 1,6+7; Jakobus 1,12)

Die Werbung hilft uns auch dabei, von Neuheiten zu erfahren, aber es sollte nicht so weit kommen, dass wir unseren Verstand ausschalten und der Werbung blind vertrauen… So sind unsere Gedanken Hinweise auf alles, was in uns steckt, aber der Verstand darf diese Gedanken beurteilen.
Ich wünsche dir eine schöne Woche mit einem Blick für Abzweigungen auf krumme Wege, die du nicht gehen willst.
Miriam, EC-Erlangen/Weisendorf

3. Ein Tipp für die Praxis

Kreative Werbung für Gott findest du auf http://godnews.de/
Hier gibt‘s Blogeinträge, die als kurze Impulse mit einem Bild im Zentrum gestaltet sind. Sie sind „zum Nachdenken, Posten, twittern, Verschicken, Diskutieren, Motivieren, Anstacheln, Verlinken, Erinnern, Ermuntern und was dir sonst noch dazu und damit einfällt.“

4. Echt witzig

In einer Dorfkirche übernimmt diesen Sonntag ein Gastpfarrer die Predigt. Er tritt an das Mikrofon, klopft vorsichtig dagegen und spricht: „Irgendetwas stimmt mit diesem Mikrofon nicht.“ Die Gemeinde erwidert einstimmig: „ Und mit deinem Geiste.“


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de findest du alle bisherigen Jugendleitermails – Du kannst auch nach Stichworten suchen mit unserer Suchfunktion.
Viel Spaß beim Stöbern!
Stephan Münch – EC-Bayern

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