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[Jugendleitermail 287] Die ersten Christen und das 21. Jahrhundert

Hey!

Wie können wir eine intensive und tiefgründige Jugendarbeit machen, die wirklich Spaß macht? Zu der sich andere Jugendliche hingezogen fühlen? Wo Jungs und Mädels herausgefordert werden, wo echte, ehrliche, offene Gemeinschaft entsteht? Dazu mehr in der Andacht unten.

Ich wünsch dir eine fett gesegnete Rest-Woche.
Stephan

1. Ein Wort zur Ermutigung

Was das Leben der Christen prägte, waren die Lehre, in der die Apostel sie unterwiesen, ihr Zusammenhalt in gegenseitiger Liebe und Hilfsbereitschaft, das Mahl des Herrn und das Gebet.
Apostelgeschichte 2,42

2. Die ersten Christen und das 21. Jahrhundert

In Apostelgeschichte 2 wird uns ein geniales Modell geschildert, das vor ca. 2000 Jahren in Jerusalem begonnen hat. Ich habe den Abschnitt Apg. 2,37-47 mal daraufhin untersucht, was wir von den ersten Christen für die Jugendarbeit im 21. Jahrhundert lernen können.
Folgende vier Punkte sind mir wichtig geworden:

1. Klare Worte Gottes
Petrus verschweigt in seiner Pfingst-Predigt nichts. Er beschönigt nicht, macht keine netten Worte. Er sagt direkt heraus, was ihm Gott aufs Herz gelegt hat.
= > Auch die Jugendlichen von heute sehnen sich nach Klarheit, nach eindeutigen Worten. In unserer Welt ist alles möglich, (fast) alles erlaubt. Wir sind grenzenlos geworden. Umso mehr wünschen sich immer mehr Jugendliche Richtlinien, die ihnen in Liebe und Wahrheit vermittelt werden. Von daher ist die Bibelarbeit, die mitten ins Leben spricht, in einer christlichen Jugendarbeit unverzichtbar.

2. Eine Gruppe, die Spaß hat und zusammen isst.
Diese Verse über das gemeinsame Essen sind echt gut: „In großer Freude und mit aufrichtigem Herzen trafen sie sich zu gemeinsamen Mahlzeiten.“ Die ersten Christen haben miteinander gegessen, von Herzen gelacht, sich offen und ehrlich ausgetauscht. Die hatten richtig Spaß und Tiefgang beim Essen.
= > Das habe ich bei meinen Besuchen in Jugendkreisen immer wieder festgestellt: Wo (vielleicht vor jedem Jugendkreis) miteinander gegessen und gelacht wird, da ist die Gemeinschaft viel intensiver, ehrlicher – und auch anziehender für Außenstehende

3. Abendmahl: Jesus ist in der Mitte
Das Abendmahl ist eines der geheimnisvollsten und gleichzeitig mächtigsten Ereignisse, die wir in unseren Gemeinden haben. Diese von Jesus eingesetzte Handlung ist seit Jahrtausenden ein zentraler Ort, an dem deutlich wird: „Das ist das Wichtigste am christlichen Glauben“. Darum geht es: JESUS.
= > In jeder Jugendarbeit muss es einen inneren Kreis von Menschen geben, die sich regelmäßig treffen (z.B. 4x im Jahr), um sich persönlich, vom Glauben her, die ganze Jugendgruppe neu auszurichten auf das Ziel: JESUS.
Das kann in einer Weihestunde passieren, wie sie wieder eine wachsende Zahl von ECs pflegen, das kann eine geistliches Mitarbeitertreffen sein, in dem man sich austauscht, betet, geistlich erbaut wird, Schuld bekannt und Abendmahl gefeiert wird. Ohne solche oder ähnliche Treffen verliert die Jugendarbeit Stück für Stück ihre Substanz.

4. Gebet: Vollkommene Abhängigkeit von Gott
Da heißt es von der ersten Gemeinde: Sie beteten beständig und regelmäßig.
= > Wenn wir beten und unser Leben, unsere Gemeinde und Gruppe und unsere Teilnehmer in Gottes Hände legen, dann sagen wir: „Wir sind abhängig von dir, Jesus. Wir können viel investieren – aber du muss das Entscheidende tun“.
Die ersten Christen gingen sogar soweit, dass sie ihr Hab und Gut verkauften – und es untereinander verteilten, wer es gerade nötig hatte – so abhängig machten sie sich von Gott.
Wie weit bist du bereit, dich ganz in diese Abhängigkeit von Gott zu geben? Ganz und gar auf ihn zu vertrauen. Schritte zu wagen, im Vertrauen darauf, dass Gott alles in seiner Hand hat? Fang an, die Dinge ganz in Gottes Hand zu legen, bei ihm abzugeben. Und dann mutig Schritt für Schritt vorwärts zu gehen.
So haben es die ersten Christen gemacht und sie erlebten unglaubliche Dinge.

= > Eine Frage persönlich an dich:
Welcher der vier Punkte ist für dich und deine Mitarbeiter dran?
Vorschlag: Nimm dir einen Punkt vor und besprich ihn mal in deinem Mitarbeiter-Team.

3. Ein Tipp für uns 🙂

Der Webmaster von Jugendleiternetz und ich sind ja immer wieder am Überlegen, wie wir das Angebot von jugendleiternetz.de erweitern können.
Durch Facebook, Smartphones, usw. ergeben sich hervorragende Möglichkeiten – nur ich weiß nicht, wie wir sie sinnvoll nutzen können.
Es geht darum, einer wachsenden Anzahl von Jugendleitern die wöchentliche JLM einfach und sicher zugänglich zu machen.

Vielleicht hast du ja eine gute Idee.
Danke schon mal …

4. Echt witzig

Ein kleiner Ausflug in die Jugendkultur …

Unterhalten sich zwei Jugendliche am Bahnhof:
Sagt der eine: „Zähl mal vier Körperteile auf, Alter!“
Darauf der andere: „Hals Maul Arsch Gesicht“


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de findest du alle bisherigen Jugendleitermails – Du kannst auch nach Stichworten suchen mit unserer Suchfunktion.
Viel Spaß beim Stöbern!
Stephan Münch – EC-Bayern

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