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[Jugendleitermail 288] Mein Hirte

Hey!

in dieser Woche schreibt Ingmar Wendland die Jugendleitermail. Er ist ein Frunde von mir und führt selbst ein Jugendleitertraining in der Werkstatt für Gemeindeaufbau durch. (http://leiterschaft.de/angebote/jugendleitertraining/)

Ich wünsch dir für diese Woche, dass Gott dich reich segnet, dass er dich an grüne Auen und frisches Wasser führt und du bei ihm ausruhen kannst.

Machs gut!
Stephan

1. Ein Wort zur Ermutigung

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führt mich zum frischen Wasser.
(Ps 23,1-2)

2. Mein Hirte

Ab dem Moment, wo du selber Verantwortung in einer Gemeindegruppe übernimmst, bist du so etwas, wie ein Hirte: Du führst eine kleine Herde. Das ist mal schön, mal frustrierend, mal befriedigend, mal herausfordernd.
Wenn du dich nun so ganz in diese Aufgabe hinein gibst, kann es leicht passieren, dass du eine Sache aus dem Blick verlierst: Ich bin ja nicht nur Hirte, sondern ich habe auch einen Hirten!
Der HERR ist mein Hirte.
Von Schwester Beate habe ich gelernt, dass der wichtigste Buchstabe in diesem Satz das „m“ ist. Gott ist nicht nur (irgend-) ein Hirte, sondern mein Hirte!
Was für ein Bekenntnis: Ich bin nicht der lonely Cowboy, der sich durch alle Abenteuer und Gefahren alleine durchschlägt, sondern ich bin Teil einer Herde und lasse mich von einem Hirten führen.
Bei mir entsteht dann häufig folgendes Gespräch mit Gott:
Ich (hektisch): „Gott, das ist doch dein Laden hier. Hast du irgend einen Plan, wie’s weitergeht?“
Gott: „Ja, komm erst mal zu mir.“
Ich: „Und, was ist dein Plan?“
Gott: „Dass du erst mal zu mir kommst und dich bei mir entspannst.“
Ich (ruhiger): „Ah, äh, das hatte ich ganz aus dem Blick verloren …“
Das tut sooo gut, ihm dann die Kontrolle zu überlassen, mich von ihm erfüllen zu lassen, selber Schaf sein zu dürfen.
Und dabei passiert etwas ganz, ganz wichtiges: Die Herde, die mir anvertraut ist, muss plötzlich nicht mehr mir etwas geben. Ich kann ihnen erwartungsfrei dienen und mich für sie einsetzen. Ich brauche aus meiner Aufgabe keine Selbstbestätigung mehr herausholen, denn die gibt mir ja mein eigener Hirte: Gott.
(Ingmar Wendland)

3. Ein Tipp für die Praxis

Lavastromüberquerung (11 - 55 Jahre)
Ihr markiert einen mind. 5m langen Lavastrom auf dem Fußboden (Kreppklebeband). Mit Hilfe von drei Stühlen müssen immer fünf Leute gemeinsam diesen Strom überqueren, ohne daß jemand dabei vom Lavastrom verschlungen wird (den Boden berührt).

4. Echt witzig

Treffen sich ein lutherischer Pfarrer, ein Baptistenpastor und ein Pfingstprediger. Sie tauschen sich darüber aus, wie lange sie für eine Predigt brauchen.
Sagt der lutherische Pfarrer: „Ich bereite mich etwa 5 Stunden vor und predige dann 15 Minuten.“
Sagt der Baptistenpastor: „Ich bereite mich 2 Stunden vor und predige dann 50 Minuten.“
Sagt der Pfingstpastor: „Ich predige 2 Stunden und dann weiß ich, was ich sagen will.“


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de findest du alle bisherigen Jugendleitermails – Du kannst auch nach Stichworten suchen mit unserer Suchfunktion.
Viel Spaß beim Stöbern!
Stephan Münch – EC-Bayern

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