Kategorien: BeziehungenTrends

[Jugendleitermail 293] 4000 Punkte

Hey!

heute gibt es eine eindrückliche Geschichte zum Thema „Himmel“ von JLM-Autorin Karo Schiefer. Ich wünsch dir eine gute und gesegnete Woche!
Möge der Allmächtige mit dir sein!
Stephan

1. Ein Wort zur Ermutigung

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen.
Johannes 5,24

2. 4000 Punkte

Als ein Mann starb, erschien er bei Petrus an der Himmelstür. Er grüßte kurz und wollte gleich hinein gehen. Aber Petrus stellte sich dazwischen: „Nun mal langsam, so schnell geht das nicht!“ – „Was ist denn, stimmt was nicht? Kann ich hier etwa nicht rein?“ – Petrus antwortete: „Das wollen wir erst mal sehen.“

Der Mann war verblüfft: „Gibt es hier denn besondere Bedingungen? Ich bin doch ein anständiger Mensch gewesen! Jedenfalls besser als meine Nachbarn, das können Sie mir glauben.“
Petrus antwortete: „Hat dir denn keiner gesagt, wie man hier hereinkommen kann? Bist du nie einem Christen begegnet; oder hat dir das kein Pastor erklärt?“ – „Ich kenne viele Christen“, sagte der Mann, „auch einen netten Pastor. Aber vom Sterben und vom Himmel haben wir nie gesprochen.“
„Nun gut“, sagte Petrus, „wenn dir das bisher keiner gesagt hat, dann sage ich es dir jetzt: Um hier herein zu kommen, muss man 4000 Punkte haben.“ - „4000 Punkte?“ Der Mann war entsetzt. „Wie ist das denn gemeint? Davon weiß ich ja gar nichts!“

„Es geht um deine guten Taten. Was hast du vorzuweisen? Zähl mal auf!“ – „Also, ich war hin und wieder mal in der Kirche.“ - „Gut!“, sagte Petrus, „Ein Punkt.“ – „Als meine Frau schwer krank war, habe ich sie Tag und Nacht gepflegt.“ – „Noch ein Punkt.“ – „Ich habe auch mal etwas für Hilfsaktionen gespendet.“ – „Auch ein Punkt“

Wie geht es dir mit dieser Geschichte? 4000 Punkte? Bekommst du diese Punkte zusammen? Bzw. was müsstest du alles tun, um 4000 Punkte zu bekommen?
- Wie oft in die Kirche gehen?
- Wie oft Kranken, Alten, Kindern helfen?
- Wie viel Geld spenden?
Das war´s aber noch nicht. Die Geschichte geht noch weiter:

Als dem Mann schließlich nichts mehr einfiel, sagte Petrus: „Ich kann ja mal das dicke Buch holen, in dem wir alles mitgeschrieben haben. Für dich ist da auch eine Seite. Aber eins sage ich dir im Voraus: Für jeden gibt es 2 Spalten: eine für die Pluspunkte und eine für die Minuspunkte.“
Minuspunkte? Oh je, 4000 Pluspunkte sammeln und dann auch noch Minuspunkte vermeiden? Bzw. die Minuspunkte mit zusätzlichen Pluspunkten ausgleichen? Wie viel öfter müsstest du dann:
- In den Gottesdienst gehen
- Kranken, Alten, Kindern helfen
- Geld spenden,…

Wie gut, dass es bei uns Christen genau darauf nicht ankommt:
Da wurden dem Mann die Knie weich und er sagte ganz kleinlaut: „Wenn das so ist - wer kann denn dann überhaupt hier hereinkommen?!“ – Petrus antwortete: „Diese Frage hat unseren Vater im Himmel auch bewegt, deshalb hat er zusammen mit seinem Sohn überlegt, was zu tun wäre. Von den 4000 Punkten ist er aber nicht abgegangen. Da ging der Sohn auf die Erde. Dort hat er gelitten und ist am Kreuz gestorben. Seitdem hält er jedem seine Hände hin und bietet ihm an: ‚Gib mir deine Minuspunkte. Ich nehme sie mit ans Kreuz. Dafür habe ich gebüßt.‘ Wer dieses Angebot annimmt und sich Jesus ausliefert, der wird nicht nur seine Minuspunkte los, sondern er bekommt obendrein 4000 Pluspunkte auf einmal geschenkt. Und wenn er dann hierher an die Himmelstür kommt und Jesus Christus im Herzen hat und sich zu ihm bekennt, dann steht ihm die Tür weit offen. Eins muss ich aber noch ergänzen: Das kann man nur auf der Erde klären.“

Es geht bei uns nicht darum, wie oft ich in den Gottesdienst gehe oder wie oft ich anderen Menschen helfen oder gar wie viel Geld ich spenden kann. Es geht darum, dass ich Jesus liebe, dass ich eine Beziehung mit ihm führen will, mit ihm Leben will.
Wenn ich mich Jesus anvertraue und anschließe, ihn aus vollem Herzen liebe und meine Minuspunkte abgeben kann, dann steht mir Gottes Reich offen und das nicht erst nach dem Tod sondern schon jetzt, hier auf der Erde.

Wenn ich das begreife und Jesu Angebot annehme habe ich meine 4000 Pluspunkte schon.
Ich muss nichts weiter dafür tun. Es wird keine Strichliste geführt und ich muss keine Angst haben, zu wenig zu tun.
Ich kann dann ganz beruhigt und aus reiner Liebe meinen Mitmenschen gegenüber, andere Menschen unterstützen. Ich kann selbst entscheiden, wie viel Geld ich spenden kann und wie ich mich in meine Gemeinde einbringen kann.
Und ich kann den Gottesdienst dazu verwenden, um Aufzutanken, um Gemeinschaft mit anderen Christen zu haben und um Gottes Botschaft zu hören.
Willst du das auch? Dann nimm Jesu Angebot an und lebe jetzt mit ihm hier auf der Erde und später in der Ewigkeit.

(geschrieben von Karo Schiefer)

3. Zwei Tipps für die Praxis

Das mit dem Tipp für die Praxis ist immer so ne Sache. Was findet man schon noch neues, wenn der Stephan schon jede Woche nen tollen Tipp hat. Also:

1. Unsere Dekanatsjugend hat ein Jungscharmobil. D.h. du kannst sie einladen und sie kommen in deine Jungschargruppe und machen echt ganz cooles Programm, z.B. MusicWorkshop, Brandings, o.Ä. Vielleicht gibt’s bei euch ja auch solche Angebote. Macht euch doch mal schlau.

2. Bin jetzt seit einiger Zeit mit dem Buch „Die Liebe nach der du dich sehnst“ von John Ortberg durch. Echt genial und hilfreich, vor allem wenn man zu viel über alles nachdenkt, anstatt einfach mal das Herz fühlen zu lassen. Lohnt sich echt!

4. Echt witzig

Ein frommes, gutes Paar war auf dem Weg zum Standesamt, als ein tragischer Verkehrsunfall ihre Leben endete. Als sie nun in den Himmel kamen, fragten sie Petrus, ob er ihre Vermählung arrangieren könne. Sie hätten sich so auf ihre Hochzeit gefreut, so dass sie sich nichts sehnlicher wünschten, als ein Ehepaar zu werden. Petrus dachte einen Moment nach, willigte dann ein, und sagte dem Paar, sie müssten noch ein bisschen warten. Es vergingen danach fast ein hundert Jahre, bis Petrus sie wieder rufen ließ. Die beiden wurden in einer einfachen Zeremonie getraut. Zuerst waren die beiden glücklich, aber mit der Zeit erlosch die Liebe. Etwa 30 Jahre später waren sie sich einig, dass sie nicht die Ewigkeit miteinander verbringen wollten. Sie suchten Petrus auf und sagten: „Wir dachten, wir würden für immer glücklich sein, aber nun glauben wir, wir haben unüberbrückbare Differenzen. Gibt es eine Möglichkeit, uns scheiden zu lassen?“ - „Nehmt ihr mich auf den Arm?“ sagte Petrus. „Ich brauchte hundert Jahre, um einen Priester nach hier oben zu bringen, damit ihr heiraten könnt. Es wird mir aber nie gelingen, einen Anwalt zu bekommen!“


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de findest du alle bisherigen Jugendleitermails – Du kannst auch nach Stichworten suchen mit unserer Suchfunktion.
Viel Spaß beim Stöbern!
Stephan Münch – EC-Bayern

Neueste Beiträge

18 Kennenlernfragen: Mit diesen Fragen brichst du das Eis in jeder Gruppe

Wie ein Reh im Scheinwerferlicht schauen mich acht Augenpaare an. Es ist der erste Abend…

29. April 2021

Gottes Meisterwerk: Warum du kreativer bist als du denkst

Viele Menschen halten sich nicht für »kreativ« – aber da liegen sie falsch. Wir alle…

20. April 2021

Das Lockdown-Paradox: Wie bekomme ich mein Zeitgefühl zurück?

Wir leben in einer seltsamen Zeit, die wenig Struktur und Neues bietet. Wie können wir…

16. April 2021

Sex, Verzweiflung, Mord und die Unterstellung eines rassistischen Motivs

Die Nachrichten über Waffengewalt aus den USA scheinen kein Ende zu nehmen. Vor zwei Wochen…

6. April 2021

Gute Nachricht schlecht verpackt? Das muss nicht sein [4 Tipps]

Evangelisation muss nicht zum Fremdschämen sein. Wie können Jugendleiter:innen das Teilen des Evangeliums jungen Menschen…

25. März 2021

Bringen wir Jugendlichen bei, ihre Sünden zu bekennen oder zu verbergen?

Machen wir unsere Kinder zu Heuchlern? Schaffen wir ein Umfeld, in dem Teens das Gefühl…

17. März 2021