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[Jugendleitermail 307] Klarheit gibt Sicherheit

Hi!

In einer immer unübersichtlicher werdenden Gesellschaft ist es für uns umso wichtiger, dass wir klar und deutlich sind. In unserer Botschaft, unserem Handeln aber auch in unserer Leitung. Dazu hat mein Freund Ingmar Wendland einige gute Gedanken und Anstöße aufgeschrieben. Mehr dazu unten in der Andacht.

Ich wünsch dir, dass Gott dich reich segnet und seine Hände über dich hält!
Stephan

P.S.
Bete eine Minute für uns :-)
Momentan ist an sechs Orten in Bayern „Ich-Glaubs-Woche“. Das ist eine Jugendwoche für Teenager und Jugendliche mit Schuleinsätzen, Erlebnisberichten, usw. Mit dabei ist Ithemba, Sarah Brendel, Nate G. Es wäre genial, wenn du kurz innehältst und eine Minute dafür beten könntest, dass Teens sich einladen lassen … und sie Jesus kennen lernen und dort im Teenkreis bleiben. Das finde ich die größte Herausforderung: dass Teens in die Gruppe hineinwachsen und anfangen für Jesus zu brennen.
Danke für dein Gebet.

Mehr Infos zur Woche: www.ec-bayern.de/ichglaubs

1. Ein Wort zum Nachdenken

Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist von Übel.
(Mt 5,37)

2. Klarheit gibt Sicherheit

Der Jungscharleiter fragt: „Wollen wir jetzt ein Spiel spielen?“. Natürlich wissen alle in der Gruppe, dass jetzt auf jeden Fall das vorbereitete Spiel kommt, und schweigen. Nur ein Mädchen ruft: „Nee, wollen wir nicht!“ Aber das wird als lästige Störung überhört und die Erklärung des Spiels beginnt.
Hallo!? Hast du eine ehrliche Frage gestellt? Oder wolltest du nur erst Zustimmung holen zu dem, was du ohnehin durchziehen wolltest?
Es ist eine grauenhafte Unsitte in Jungscharen, Kindergottesdiensten, ja sogar Jugendarbeiten solche rhetorischen Fragen zu stellen: „Magst du mal herkommen?“ - „Könnt ihr mal ruhig sein?“ - „Wollen wir das Lied singen?“
Wenn du eine Frage stellst, dann lass den anderen die Chance, ehrlich darauf zu antworten: „Ja!“ oder „Nein!“ Frage nur, wenn es auch wirklich eine Wahl gibt.
Wenn du aber den Auftrag hast, eine Gruppe durch ein Programm zu führen, das du vorher geplant hast, dann rede auch entsprechend: „Ich habe ein cooles Spiel für euch vorbereitet. Passt gut auf, ich erkläre euch, wie es geht!“
Du bist der Leiter, der die Gruppe führt. Du hast einen Plan und sagst, wo es lang geht. Natürlich bist du sensibel gegenüber den Bedürfnissen in der Gruppe und kannst auch im Ablauf flexibel sein. Aber Pseudo-Fragen sind absolut tabu, wenn es keine echte Wahl gibt.
(Ingmar Wendland)

3. Ein Tipp für die Praxis

Gottes Reden hören – eine Übung (ab 14 Jahre und 6 Personen)
Alle in der Gruppe bekommen ein weißes Blatt Papier und einen Stift. Das Blatt wird hochkant genommen und oben ein Phantasiename draufgeschrieben, den man sich merken muss. Dann wird die oberste Spalte mit dem Namen umgeknickt, die Blätter werden eingesammelt, gemischt und wieder ausgeteilt. Niemand sollte wissen, wessen Blatt sie oder er beschreibt. Nun betet kurz: „Jesus, was willst du dieser Person sagen?“ Schreibt die Impulse auf, die euch im Gebet kommen. Dann faltet das Geschriebene nach hinten und gebt das Blatt weiter. Je nach Zeit und Gruppengröße können drei bis alle Personen draufschreiben. Danach werden die Blätter wieder eingesammelt und so ausgelegt, dass jeder sich sein eigenes nehmen kann. Lasst euch Zeit, dass jeder sich mit seinem Blatt beschäftigen kann. Am Ende sollte es eine Austauschrunde geben, wo gesagt werden kann, was ihr in der Zeit mit Gott erlebt habt.

4. Echt witzig

Ein katholischer Priester, ein lutherischer Pfarrer und ein Pfingstpastor machen einen Ausflug. Sie kommen an einen Fluss, finden aber keine Brücke. Da überlegen sie sich, ob sie nicht einmal ausprobieren sollten, wie Jesus über das Wasser zu gehen. Der katholische Priester macht den Anfang und schreitet tatsächlich über den Fluss zum anderen Ufer. Darauf hin wagt es der Pfingstpastor, und auch er kommt trocken und heil drüben an. Der lutherische Pfarrer denkt sich: „Was die können, das kann ich schon lange.“ Er geht los, fällt ins Wasser und ertrinkt. Da meint der katholische Priester: „Vielleicht hätten wir ihm doch sagen sollen, wo die Steine lagen!“ Fragt der Pfingstpastor: „Welche Steine?“


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de findest du alle bisherigen Jugendleitermails. Du kannst auch nach Stichworten suchen mit unserer Suchfunktion.
Viel Spaß beim Stöbern!
Stephan Münch – EC-Bayern

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