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Zum 1. Advent: Jesus und das Alte Testament

Zum 1. Advent wollen wir einen Blick ins Alte Testament werfen. Was hat das Kommen Jesu und sein Werk auf dieser Erde mit dem Alten Testament zu tun? Zu dieser Frage hat mich ein Zitat von C. H. Spurgeon sehr begeistert, dass ich mit Euch zum 1. Advent teilen möchte:

„Was meinte Jesus mit dem: „Es ist vollbracht?“ … Das zeigt ganz deutlich, dass unser Herr die Erfüllung der Schrift meinte. Als er rief: „Es ist vollbracht!“, war die ganze Heilige Schrift, vom ersten bis zum letzten Buch – das Gesetz, die Propheten und die Schriften – in ihm erfüllt. Es gab keinen einzigen kostbaren Stein der Verheißung, angefangen vom ersten Smaragd an der Schwelle von Eden [Spurgeon denkt wahrscheinlich an 1. Mose 3,13] bis zum letzten Saphir des Maelachi [gedacht wohl an Maleachi 3,23], der nicht Aufnahme gefunden hätte in dem Brustschild des wahren Hohenpriesters. Es gibt kein Vorbild, kein Bild in der Sprache der Bibel, vom Goldenen Kalb bis zur Turteltaube, vom Ysop bis zum Tempel Salomos, dass sich nicht in ihm erfüllte. Es gibt keine Weissagung, ob sie nun an den Ufern des Chebar oder des Jordan gesprochen wurde, keinen Traum weiser Männer, ob empfangen in Babylon, Samaria oder Judäa, die nicht von Christus bis zum Letzten erfüllt wurden.

Ist das nicht wunderbar, dass eine solche Fülle von Verheißungen, Prophetien und Vorbildern, die offensichtlich sehr verschiedenartig sind, sich erfüllt haben soll in einer einzigen Person? Sie einmal von Christus ab, gib das Alte Testament irgendeinem gelehrten Mann und sage ihm: „Nehmen Sie dieses, es ist ein Problem für Sie. Setzen Sie sich hin, entwerfen Sie eine ideale Persönlichkeit, in der sich all das erfüllt, was hier vorausgesagt wird. Vergessen Sie nicht, es muss ein Prophet sein wie Moses und ein Kämpfer wie Josua, er muss die Funktionen Aarons übernehmen und die Qualitäten Melchisedeks haben, er muss zugleich David und Salomo sein, Noah und Jona, Juda und Joseph. Er darf nicht nur das Opferlamm sein, der Sündenbock, die Turteltaube oder der Priester, der opfert, er muss ebenso der Altar, die Stiftshütte, der Gnadenstuhl und das Schaubrot sein.“ Um den Gelehrten noch mehr zu verwirren, erinnern wir ihn an die Prophezeiungen, die einander offensichtlich widersprechen, so dass es undenkbar erscheint, sie könnten sich in einem Menschen erfüllen. Etwa diese: „Alle Könige werden ihn anbeten; alle Heiden werden ihm dienen“ (Psalm 72,11) und: „Er war so verachtet, dass man sein Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn nichts geachtet“ (Jesaja 53,3). von ihm muss es heißen: „Siehe, eine Jungfrau wird schwanger und wird einen Sohn gebären“ (Jesaja 7,14). Er muss ohne Flecken und Fehler sein, anderseits muss er als der herausgestellt werden, auf den der Herr all unsere Sünden legt. Er soll der einzig Herrliche sein, ein Sohn Davids, und zugleich eine Wurzel aus dürrem Erdreich (vgl. Jesaja 53,2). …

Die wundervollen Zeichen…bleiben ungeklärt, bis einer auftritt und erklärt: „Das Kreuz Christi und der eingeborene Sohn Gottes, der Mensch wurde – das ist die Lösung!“. Auf einmal ist alles klar, die Zeichen lassen sich lesen, jedes Kind verstehet sie. Hochgelobter Herr und Heiland! In dir sehen wir alle Dinge erfüllt, von denen Gott in alten Zeiten durch die Propheten sprach. In dir nimmt all das Gestalt und Wesen an, das Gott vor Zeiten andeutete im Dunst rauchender Opfer. Ehre sei deinem Namen! „Es ist vollbracht“ – alles ist in dir zusammengefasst.“


aus dem Buch „Es ist vollbracht“ S.114-116 von C. H. Spurgeon. Erschienen im CLV Verlag unter der ISBN 3-89397-615-9

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